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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 1 · p. Seite 3

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 1
Article
Die Stellung des weiblichen Geschlechtes in dem Judenthume unserer Zeit
Date
1837-01-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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r ,'n dem JudeNthume unserer Zeit. durch die Geschichte der Erzväter als einem heiligen Leben fremd dargestellt. Zarte Vorsorge gegen Mißhaflhlung des Weibes, sowie das Lob >des tugendhaften, im häuslichen Kreise fleißig waltende»! und mit-ftmem Rache den Mann begleitenden Weibes Hallen die biblischen Schriften übexall wieder, und die Mophcten betrachten das eheliche Leben mit dem Weibe des Schoßes, des Bundes, gegen welches treulos zu Hein - shndl.ich,M., melchech zy/^enMM haffenswerth sei*), von sehr würdiger -Seite. Waren ja auch Frauen in öffentlichen Angelegenheiten oft flhätig, und die Richterin Deborah, die Prophetin Huldah und die klugen Frauen, welche freundliche Vermittlerinnen waren bei einbrechendem Hader, haben ihren Einfluß und ihre Geltung oft sehr heilsam bewährt. Daß sie von der öffentlichen Gottesverehrung nicht ausgeschlossen waren, ergkebt sich aus 5. M. 31, 12, sowie überhaupt die meisten Gesetze mit ausdrücklicher Bestimmung an Männer und Frauen gerichtet sind. — Die Bibel verhält sich bei ihrer Einwirkung auf die Ansichten über das Weib, wie überhaupt bei allen Lebensansichten , in welchen vie morgenländische Anschauung mit dem Geiste der Gerechtigkeit und Gleichheit aller Menschen in Streit ge« rieth; sie hebt jene nicht gänzlich auf, aber flößte ihren Geistder Milde in dieselbe, mit der gerechte» Vor« ausstcht, daß er durchdringen und die Ueberreste dxr veralteten Betrachtungsweise in Leben und Anschauung Hinwegräumen werde. Ganz errungen ist jedoch dieser Sieg noch nicht. Es ist zwar nicht zu leugnen, daß auch das thalmudische Judenthum manchen Fortschritt in der Anerkennung des Weibes gethan. Es unterscheidet zwischen der völlig Heran« ') Maleachi L- »S.— 1 *

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