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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 3 · p. Seite 605

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 3
Article
Österreichische Staaten [Nachricht]
Date
1836-01-01
Page
Seite 605 (sequence 7)
Language
German
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Nachrichten. 605 Zöglinge find vielmehr mindestens zwanzig Jahre alt, manche zählen sogar schon das 36te Jahr, und alle haben bereits philosophische, naturhistvrische und mathematische Studien gemacht, sogar ist einer unter ihnen ein tüchtiger praktischer Arzt. Mein Beruf ist nun, diesen die heiligen Schriften voczutragen, wobei ich ihnen nicht die Erklärungen früherer E.regeten mitzutheilen habe, da sie diese selbst schon imie haben und für sich lesen können, sondern sie in die Tiefe des Sinnes entführen muß. Seit dem verflossene» November bis zum heutigen Tage (der Brief scheint im Jahre 1831 geschrieben zu sein) habe ich vom ersten Bache Moses an bis zum Theile des dritten, welcher vom Tode der Söhne Aarons handelt, vorgetragen, und ich danke Gott für den Beistand, den er mir geleistet, mit Klarheit Sinn, Bedeutung und Zusammenhang nachzuweisen und hier gar manches Neue zu finden. Eine andere mühsame Aufgabe ist,' die innere Gesetzlichkeit der hebr. Sprache zu enthüllen, die syntaktische Negelmäßigk'eit der Sprachtheile und die feste Bedeutung einzelner Wörter wie Verbindungsglieder näher zu bestimmen. Es fehlt bis jetzt in den Schriften der Grammatiker gar Vieles in dieser Beziehung, da das Hauptabsehen derselben immer auf die äußere Gestalt der Sprache gerichtet war, die sie blos dem Gedächtnisse anvertrauten, nicht aber durch Zergliederung des innern Organismus der Sprache dem Verstände kenntlich machten. Drittens liegt mir ob, die Geschichte der Juden von dem Schluffe der biblischen Schriften an vorzutragen, und welche schwierige Untersuchungen bietet nicht dieses Geschäft, da so vieles Zweifelhafte festgestellt werden muß. Ich habe 'mir mm zu diesem Zwecke Jost's (größeres) Geschichtswerk verschafft, das mir vielleicht für die Zukunft nützen kamt; doch beginnt dieses erst mit der Zeit der Makkabäer, und die Lücke von der Zeit des Exiles an bis auf diese Zeit mußte ich aussüllen. Zwei andere Vorlesungen, über die jüdische Glaubenslehre und über die biblische Sittenlehre, habe ich bis jetzt noch nicht begonnen; ich darf mich nicht zu sehr zersplittern und denke, sie bis nach der Beendigung der jüdischen Geschichte auszusctzcn. — Außer mir leitet den Unterricht noch mein College, Herr Hillel Khvhey de la Torre aus Turin

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