Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 3
- Article
- Österreichische Staaten [Nachricht]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 604 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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604 G Nachrichten. ein einsichtsvoller Freund, mit Benutzung eines chalm. Spruches, sich ausdrückt — eine Hand breit ans und bedeckt zwei Ha »De breit; er geht mit einer gewissen Vorsicht an das gefährliche Werk, und indem er an Einzelnheiten sich wagt, deren Bestreiten nicht geradezu der Nerkötzernng Preis zieht, hält er sich bei vielem Andern im Hintergruirde, doch liefern die Gründe feines Kampfes, die gelegentlichen, geschickt angebrachten Winke hinlänglich Andeutungen für ein weiteres, selbstständiges Durchdenken verwandter Gegenstände. Nach her andern Seite hin tritt' er freilich offener ans, und er geht keineswegs mit den Männern^ welche er seiner Kritik unterzieht, sehr schonend um, was er, seinem andern Verfahren gemäß, doch nicht thnn sollte. Sein neuestes Schriftchen ist ein und handelt über O^l"O Seine Schriften verdienen eine ausführliche Beurthcilung. — Ein nicht minder schätzenswerther Gelehrter ist Samuel David Luzzato, Professor am oollegiui» r-itdbinieiioi in Padua, ein liebenswürdig bescheidner Mann von jüngeren Jahren, seinen schönen Berufspflichten und den Wissenschaften h irrgegeben. Seine Beiträge zur Berichtigung und Beurtheilung der Thargnmim haben ihn als einen fleißigen, verständigen Forscher gezeigt und sind von größerem Nutzen als seine früheren in den Bikkhure Haitthim mitgetheilten hebräischen dichterischen Versuche, auch als die daselbst befindlichen sprachlichen Untersuchungen, die der gründliche Nfr. jetzt wohl selbst grvßtcntheils ganz anders ansicllen mag. — Ueber seine amtliche Stellung und Wirksamkeit spricht er sich in einem Briefe au Goldenberg (ION ON2 Br. 32) folgendermaßen aus'): „Wahr ist cs, was unser Freund Reggio Dir gesagt, daß ich sehr beschäftigt bin mit meinen Arbeiten und Tag und Nacht mein Beruf mich in Anspruch nimmt; nicht als fehlten Unterrichtsbücher unter uns, sondern aus Mangel an solchem Schriften, welche mit Gediegenheit und Einsicht den Forscher zu leiten geeignet sind. Ich habe nämlich keine Knaben vor mir zum Unterricht am Collegium, denen es noch an den ersten Kenntnissen gebricht; die *1 Wir übersetze» diese Stelle dem Sinne nach.