Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 3
- Article
- Österreichische Staaten [Nachricht]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 602 (sequence 4)
- Language
- German
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602 N a ch r i ch t e n. Le» Hindernisse», welche eine alte Gcmeindeverfassung und der in an. Lern Beziehungen sehr würdige Rabbiner in den Weg legt, immer« hin doch so ziemlich zum Muster geworden für diejenigen Städte, welche tiefer im Lande liegen. Namentlich haben die Herren Schwa» bacher und Cohe n, nächst dem nun verstorbenen Gründer Breisach, sehr viel znm Gedeihen der dortigen Schulen beigetragen, und ihr uneigennütziger, unermüdlicher Eifer hat die schönste Anerkennung bei den Behörden gesunden und sich sogar des freudigsten Beifalles des Kaisers und der Kaiserin, die sich persönlich von den Leistungen der Schnlen, bei ihrer Anwesenheit in Preßburg zu den, Krönungsfeierlichkeiten, überzeugten, zu erfreuen gehabt.— Auch hie große Gemeinde in Pesth hat nun einen neuen Rabbiner aufgenömmen, der zugleich sabbathliche Predigten hält und bei seiner vor Kurzem Statt gefundenen Reise durch Wien die Verbesserungen im Cultus, die daselbst eingesührt sind, beobachtet hat, um sie in seinen neuen Wirkungskreis zu verpflanzen. — Der Rabbiner Chorin in Arad, ein bei den Behörden sehr angesehener Mann, hat sich durch seine Schriften einen Namen gemacht und ist in Deutschland hinlänglich bekannt. — Die bürgerliche Stellung der Juden ist hier natürlich noch in ihrer alten Weise, und eine sehr baldige Aenderung dieser Verhältnisse wagt man auch, bei der so sehr complicirte» Verfassung und-bei der eignen Stellung, welche der Adel hier ciunimmt, nichts» erwarten. Um so überraschender und erfreulicher war der Beschluß, welcher am 15. Mai d. I. im Bervczer Comitate in Slavonieii bei der Generalcongregatiou, unter Vorsitz des ersten Viergespannes von Szalavck unv des zweiten Viergespanns Grafen PejacseiUch, gefaßt wurde. Seit dem I. 1788 wurde nämlich allen jüdischen Familien, gleichwie den reformirten und lutherischen, welche sich in Slavonien anft'edeln wollten, der Aufenthalt sehr erschwert oder gar nicht gestattet. Au dem genannten Tage jedoch unterstützte Herr von Szalapek die Motion eines Mitgliedes, die Beschränkung der Juden im Bervczer Comitate aufzuhebe», mit so überwiegenden Gründen, das; die Motion ein- , stimmig angenommen wurde. Die Theile LeS Reiches, welche Italien angehören , das