Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 3
- Article
- Österreichische Staaten [Nachricht]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 601 (sequence 3)
- Language
- German
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601 Nachrichten! machen würde, da er mit den Gelehrten dieser Seele in freund« kichem Vernehmen steht, wenn ein reichlicher Absatz den Drucker Anton Schmid in Wien zu diesem Unternehmen ermuthigen würde. Der erste Theil des — dem bald ein zweiter folgen wird— ist gewiß gleichfalls eine liebliche Gabe, mit der uns der Vsr. beschenkt hat; sie verdient eine nähere Besprechung, als eine Nachricht zn fassen geeignet ist. In demselben Orte zeichnet sich ein anderer angesehener Mann durch die wohlthätigsten und einflußreichsten Unternehmungen aus. Herr Joseph Perl hat eine Elementarschule für die Jugend beiderlei Geschlechts errichtet, in welcher ein verständiger und zeitgemäßer Unterricht crtheilt wird; cs scheint, daß die Kinder erst in reifexcn Jahren diese Anstalt besuchen, da sie blvs vier Jahre den Unterricht in derselben genießen. Sie zählt jetzt bereits 280 Schüler, und die Lehrer an ihr sind meist selbst früher Zöglinge der Anstalt gewesen. Nicht zufrieden hiemit, beabsichtigt Herr Perl ein rabbinisches. Seminar zn gründen, für das er schon ein Gebäude bestimmt hat. Das Gesuch um die Erlanbmß ist schon der Negierung übergeben, zugleich mit der Bitte, durch eine jährliche Uitterstützung dem Seminar größeres Gedeihen zu verschaffen. Es sind Dies Verdienste, die an Herrn Perl's Namen die segcnvvllsten Erinnerungen knüpfen, umsomehr, da cs in diesen Gegenden eine noch ganz eigene Gattung von Leuten giebt, die jedem guten Unternehmen und jedem Fortschritte die mächtigsten, Hindernisse in den Weg zn legen sich angelegen sein lassem ES sind diese die Serie der s. g. Chasidim, gewöhnlich Beseht genannt, deren Gnrndzüge krasse Unwissenheit, Verdammung jeder Forschung, verkehrte Kabbalah, Werk- und Scheinheiligkcit sind; da sic wirklich als Secte cvnstitnirt sind, vielfach verzweigt in den verschiedenen Gegenden Polens, so bilden sie eine compacte Masse, die den wohlthätigen Bemühungen intelligenter Männer feindlich in den Weg zu treten weiß. Jedoch schwindet ihr Einfluß immer mehr dahin, und sie müssen sich, wie scheußliches Gewürm der Nacht, verkriechen. Ungarn hält mit Galizien ungefähr gleichen Schritt, und Preßburg, die Deutschland an. Nächste» liegende Stadt, ist, trotz