Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 3
- Article
- Erste Preisaufgabe jüdisch-theologischen Inhalts [Nachricht]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 569 (sequence 4)
- Language
- German
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569 Nachrichten. thums zu erstreben suchen, solche Männer sind befugt und berufen, über den Werth von Schriften zu entscheiden, denen diese religiöse Veredlung als Ziel vorgesteckt ist. Breslau im März 1836. vr. Wilhelm Freund. Es möchte wohl kaum n.öthig sein, der Aufforderung der verehelichen Buchhandlung und den Worten des hochgeehrten Beförderers dieser Angelegenheit noch Etwas hinzuzufugen. Die hier dargebotene Anregung ist gewiß als eine höchst willkommene zu betrachten, die, zweckmäßig benützt von jüdischen Gelehrten und auf geeignete Weise unterstützt von dem jüdischen Publicum, einen höchst förderlichen Einstuß auf die jüdische Theologie zu üben vermag. Wir stimmen Hrn. V. Freund vollkommen darin bei, daß eine gründliche Untersuchung über den rubricirten Gegenstand — welche bis jetzt noch nicht geliefert ist — zu den wichtigsten Aufgaben unserer Zeit im Jndenthume gehört; ist auch mit einer Verbesserung des Gottesdienstes allein bei Weitem noch nicht Alles geschehen, so ist dieser dennoch immer die Blüthe des religiösen Lebens und die Schule für dessen Erweckung und richtige Erfassung. Die Arbeit hat allerdings auch ihre bedeutenden Schwierigkeiten; aber dennoch zweifeln wir nicht, daß' die Lösung derselben den tüchtigen Kräften, von denen wir hoffen, daß sie sich daran versuchen mögen, gelingen werde. Der Gegenstand, der nun zunächst die rein praktische Seite hcrvorkehrt nnd als Frage des Lebens auch beständig die Gegenwart und ihre Einrichtungen im Auge haben muß, erfordert wohl dennoch eine historische Voruntersuchung 'über den jüdischen Gottesdienst, damit eben sowohl das zeitliche Entstehen der einzelnen bestehenden Gebete, gottesdienstlichen Vorträge und Gebräuche, und daher die Möglichkeit, ohne das Wesen des ZudenthuMs zu verletzen, dennoch einige unter diesen zu verlassen oder umzugcstalten, als auch die Grundidee, welche bald mit klarerm, bald mit verhüllterem Bewnßtsciu bei den gottesdienstlichen Einrichtungen geleitet hat und welche auch wir, nach unfern Bedürfnissen, zu unserer Leiterin nehmen müssen, nachgewiescn werde. In ersterer Beziehung haben Rapvpvrt und Zunz fast schon zur Genüge die EntstehnugSzeit der ein-