Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 3
- Article
- Erste Preisaufgabe jüdisch-theologischen Inhalts [Nachricht]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 568 (sequence 3)
- Language
- German
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568 Nachrichten. vereheliche Buchhandlung sich bereit erklärt, die Preisstellnng alljährlich zu »erneuern und die Preissumme noch zu steigern, sobald der Erfolg des diesmaligen Versuches sich nur einigermaßen befriedigend Herausstellen wird: Auf» forderung genug für die jüdischen Theologen, mit der ganzen erprobten Tüchtigkeit ihres Wissens und Strebens an diese erste Preisbcwerbung zu gehen; aber auch dringende Aufforderung für Jeden, dem die glückliche Durchführung einer unabweislichen Glaubensrefvrm am Herzen liegt, die gegenwärtige Unternehmung, deren wohlthätige Folgen unzweifelhaft sind, auf jegliche Weise fördern zu Helsen. Was die gestellte Preisfrage selbst betrifft, so möchte wohl entschieden fein, das; hie vor vielen andern noch zu erledigenden Fragen auf dem Gebiete der jüdischen Theologie die nächste und meiste Beachtung verdient; denn auf ihrer glücklichen Lösung allein .beruht die Möglichkeit, das aus der Hyperorthodo.rie der vorigen Jahrhunderte in deren geraden Gegensatz sich verirrende junge Geschlecht wieder für das geoffenbarte Gotteswort zu ge» winnen. Nur eine Frage hätte ihr vielleicht an Wichtigkeit den Rang streitig machen können, die Frage »von dem wahre» Verhältnisse der thalmudischen und rabbinischen L e h r e n zu r jüdischen Religio n." Allein nach sorgfältiger Erwägung erschien die gegebene Frist zu kurz für eine so schwierige und umfassende Aufgabe; daher mußte sie für die Zukunft zurückgelegt werden. Uebrigcns gibt Unterzeichneter, die Versicherung, daß er, literarisch auf ganz verschiedenen Gebieten sich bewegend, deßhalb auch aus die Beurtheilung der eingefandten Arbeiten nicht den mindesten Einstuß üben, vielmehr die Entscheidung über den Werth der Cvncurrenzschriften ausschließlich der in der Ankündigung erwähnten Commission freigestellt bleiben werde, lieber die Competenz dieser letztem kann es nur.»Eine Stimme geben. Männer, welche neben der umfassendsten Kenntniß der älter» jüdischen Literatur einen durch moderne Bildung geläuterten Geschmack besitzen, und welche mit hohem, religiösem Ernste, der am Niederreißen allein keinen Gefallen findet, die als nothwendig erkannte Läuterung und Veredlung des Juden-