Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 3
- Article
- Erste Preisaufgabe jüdisch-theologischen Inhalts [Nachricht]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 567 (sequence 2)
- Language
- German
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L67 Nachrichten. auf erfolgende Entscheidung soll Ende Mai 1837 in diesen Blättern bekannt gemacht und sodann die gekrönte Preisschrift, gegen Auszahlung der oben gedachten Summe von Ein Hundert Reichsthalern an ihren Verfasser, Eigenthum der Preisstellerin behufs unbeschränkter Verbreitung werden.— Borausbestellungen sind willkommen. Breslau im März 1836. Die Buchhandlung Aug. Schulz L Comp. ES sei Unterzeichnetem »erstattet, vorstehender Preisanküudigung, bei welcher die ehrenwertheu Herren August Schulz Le Comp, seinen, Wünschen und Vorschlägen so bereitwillig entgegengekommcn sind, einige erläuternde Worte beiznfügen. Die erfreuliche Regsamkeit', welche sich gegenwärtig bei sehr vielen, besonders jüngeren, jüdische» Theologen Deutschlands für die Läuterung einer von Menschensatzungen mannigfach getrübten Glaubenslehre kund gibt, läßt hoffen, daß der Versuch, ihren jeder andern äußern Aufmunterung ermangelnden literarischen Bestrebungen durch Preisaufgaben eine Ehrenbahn zu eröffnen, bei ihnen die verdiente Aufmerksamkeit und Theilnahme finden werde. Bisher ist mancher tüchtige und stimmfähige jüdische Theologe durch die Schwierigkeit, für Schriften jüdisch-theologischen Inhaltes einen Verleger zu finden, verhindert gewesen, sein Votum über die wichtigsten Religionsangelegcnheiteü abzugeben; und selbst wenn (wie in früheren Heften dieser Zeitschrift vorgeschlagen worden) durch Privatbcitrcige dereinst eine hinreichende Summe für Preisaufgaben ziisammengebracht würde, wäre jene Schwierigkeit durchaus nicht beseitigt. Durch die obige Ankündigung dagegen wird Jedem nicht blos die Hoffnung auf eine iu Betracht des geringen Absatzes jüdisch theologischer Werke gewiß nicht unbedeutende Prcissnmme, sondern er erhält — was ihm in vielfacher Beziehung erwünschter sein muß — die Gewißheit, seine Arbeit, falls sie des Preises würdig erkannt wird, auch sofort veröffentlicht zu sehen. Auch darf nicht unberücksichtigt bleiben, daß, während bei einer durch Privatunterstütznng bewirkten Preisstelluug jede Erneuung des Preises die Milde der Geber von neuem ansprechen und daher mit jedem Jahre unsicherer werden muß, die