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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 3 · p. Seite 537

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1836-01-01
Page
Seite 537 (sequence 20)
Language
German
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IRI
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Briefe über Judenthum, von Ben Usiel. 537 er dieses Princip mit voller Liebe umfaßt und dasselbe als Norm seines Lebens angenommen haben würde, wenn er auch vielleicht nicht in die gänzliche Verwerfung der gewöhnlich als Menschenbestimmung angegebenen Principe einstimmen sollte, und die wohlverstandene Glückseligkeit, in dem Sinne wahrer Gemüthsruhe, etwa als obersten Grundsatz der Güterlehre, die Vollkommenheit, in dem Sinne der Ausbildung aller unserer Geistes- und Herzensanlagen, der Beugung unsers thierischen TheileS unter den höher« und der Veredlung desselben, als obersten Grundsatz der Tugendlehre gerettet hätte, während ihm die Gottesdienerschaft Princip, zunächst der Pflichteulehrc, geblieben wäre. Wir können es uns auch nicht anders denken, als daß ihn im Allgemeinen die Ansichten, welche sein Freund ihm aus dem Judenthume entwickelt und die zum Theile wirklich in einer solchen unverkennbaren Gestalt darin eiligehüllt sind, befriedigt haben, daß er hiedurch sein früher schlechthin verwerfendes Urtheil sehr modificiren mußte. Eine tiefere. Untersuchung über die Bibelerklärung des Vfr.'s, sowie über die einzelnen Zusammenstellungen der Gebote verlangen wir nicht von ihm. Aber dennoch müßte er, obgleich ihm Manches, was in den Briefen einem größer» Publicum nur unklar und lückenhaft erscheint, durch persönlichen Umgang mir dem Dfr. und daher größere Vertrautheit mit Denkweise und Eigenthümlichkeit desselben klar sein mochte, — dennoch müßte er an manchen Stellen tiefere Begründung verlangen, und neue Bedenklichkeiten müßten in seiner Seele aufsteigen. Und wahrlich wir würden uns über eine Antwort, wie etwa folgende, nicht wundern: "Mit Ehrfurcht und freudigem Schauer bin ich bis zu dem Punkte gefolgt, der den Wesen um mich und mir , als Menschen, die Bestimmung anwies, nach Stellung und Kräften wirksam zu sein im Haushalte Gottes; der kleine Absprung, daß Sie die Ebenbildlichkeit Gottes mit hiueinziehen, daß Sie auch schon die Art deS menschlichen Wirkens — als in Gerechtigkeit und Liebe —, ohne vorausgegangene Begründung, bezeichnen*), störte mich nicht, indem ich selbst die ') S. 18. —

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