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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 3 · p. Seite 535

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1836-01-01
Page
Seite 535 (sequence 18)
Language
German
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Briefe über Judenthum, von Ben U-siel. 535 Leben in Gerechtigkeit lind Liebe uns die Hochachtung und Liebe, und hiemit doch auch wohl die Vertraulichkeit, der Nichtjuden erwerben und die Schranke, welche unö das Verbot gegen die Verehelichung mit denselben und gegen das Zusammencssen mit ihnen entgegenstellt, als eine zur Erhaltung unserS hohen Berufes nothwendige anerkennen. „Begreife Ziel deines Lebens, begreife Jissroeilpflicht, und es schwindet alle Beschwerde, die ja in unserer Zeit nur fühlbarer geworden, weil Jiffroeilgeist geschwunden, die ja zum Thcil erst wirklich schwerer worden, weil auch Jissroeils Söhne sich nicht mehr kenne», weil auch Jissroeils Söhne sich nicht mehr achten, weil zum Theile auch Jissroeils Söhne Verletzung von Jiffroeilpslichten fordern." (S. 66 — 78). Was Benjamin auf diese belehrenden Mittheilnngen seines Freundes im Einzelnen erwiderte , erfahren wir nicht; nur daß er dem Gange desselben gefolgt und sich dann zuletzt seiner Ansicht mit Liebe hingiebt, wird uns an ciuzelnen Stellen berichtet. Mit Erhebung vernimmt er die Durchführung, wie der Mensch, als mit Freiheit und Bewußtsein wirksamer Diener Gottes im Schöpfvngsganzen dasteht, wenn er auch noch nicht dem Wege durch die Schriftstellen folgen kann (S. 23); er ahnet bald auch den Beruf, welchen sein Freund als den Israels erkennt, aus einer gelegentlich angeführten Stelle des Jesaias (S. 35), ist, nach den Erörterungen, welche den Zweck von Israels geschichtlicher Erscheinung enthüllen sollen, auch mit seinem Geschicke als Jsraelite ausgesöhnt, erkennt aber noch nicht, wie die Einzelnheiten des Gesetzes hiemit in Einklang stehn sollen (S. 50), und nachdem ihm von seinem Freunde auch die Lehre nach dessen Auffassung entwickelt ist, gicbt er sich mit inniger Liebe ihr hin, will ein Leben führen nach ihrem Sinne und sich freudig halten an alles Einzelne, das sein Freund als Thcil derselben ihm angegeben (S, 68 und 73). — Und er sollte in dem Gange seines Freundes niemals eine Krümmung, niemals einen Sprung entdeckt haben? und cs sollte» ihm am Ziele keine neuen Fragen, keine neuen Bedcnkllchkeiteu entstanden sein? Allerdings nicht, so auffallend es

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