Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 527 (sequence 10)
- Language
- German
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Briefe über Juventhum, von Ben Usiel. 527 nach ihrer Anleitung geführt werde. Als solche treten nun hervor: die Anerkennung Gottes als des Herrn unsers ganzen körperlichen wie geistigen Daseins (ich bin der Herr, Dein Gott, der Dich herauszog u. s. w. 2 M. 20, 2), als eines einzigen, so daß auch alle Sekten unsers Lebens als Theile eines einigen Ganzen zu betrachten sind (Stellen, welche die ausschließliche Einheit Gottes, 5 M. 6, 4 u. 4, 39, enthalten; daS Verbot, andere Götter sich neben ihm zu bilden, 2 M. 20, 3., und das Gebot, ganz mit Gott zu sein und nicht götzendienerischen Mitteln sich hinzugeben, 5 M. 18, 13. 3 M. 18, 26), die Erkenntniß, daß alle Wesen Diener Gottes sind, wir selbst gleichfalls solche sein sollen (Verbote, Sonne, Mond und Sterne als göttliche Wesen zu verehren, 5 M. 4, 19.20), daß deßhalb uns sein Wille offenbart worden (Erinnerungen an die Offenbarungsgeschichte, 5 M. 4, 9. 5, 19), zu welcher Erkenntniß auch die Geschichte Israels zu leiten vermöge (Erinnerungen an die Hülfe Gottes bei den Mühseligkeiten itt der Wüste, 5 M. 8, 2). Aus diesen Wahrheiten ergeben sich als Folgen: die Aneignung der Furcht Gottes aus der Anerkennung seiner Größe (vergiß Gottes nicht, der Dich herausgeführt..., ihn sollst Du fürchten, 5 M. 6, 12. 13), der Liebe zu Gott aus der Anerkennung seiner Güte (Hüte seine Gebote..., damit es dir wohlgehe... auf dem Boden, welchen der Herr dir gkebt, 5 M. 4, 40), und das Vertrauen auf ihn aus der Ueberzeugung von seiner Wahrhaftigkeit (versuchet Gott nicht rc., 5 M. 6, 16. 7, 19), das Bestreben, das eigene Innere zu veredeln , damit es von Allem, was vom heiligen Berufe abwenden könne, frei werde (Was verlangt Gott von Dir, als ihn zu fürchten u. s. w., deßhalb beschneidet die Vorhaut eures Herzens, 5 M. 10, 12—16; heiliget euch, 3 M. 11, 44. 20 , 7), Stolz und Genußsucht abzulegen (Hüte Dich, daß Du nicht satt und übermüthig werdest und Gottes vergessest, der Dich geführt, 5 M. 8, 11; gelüste nicht nach dem Weibe und Besitze Deines Nächsten, 5 M. 5, 18 (17)), und Mitgefühl uud Liebe gegen alle Wesen (gegen den Dürftigen nicht karg zu sein, 5 M. 15, 7; liebe deinen Nach-