Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 522 (sequence 5)
- Language
- German
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522 N e c e nsi o n e n. vorschreibe für seine Lebensart und Beschäftigung, so daß er nach diesen Verschiedenheiten selbst Verschiedenheiten annehme in Körper, Denkweise und Sprache „und.. die Vielseitigkeit der Erfahrung" begründet werde. Hier beginnt die Geschichte der Völker. „Jedes Volk bringt neue Kraft und neue Seite des Menschengeistes mit und erprobt beide zur Erringung von Besitz und Genuß im Kampfe mit der Natur und mit einander, und will das Errungene sich verewigen." Aber „wenn eines den Gipfel der Besitzes, und Genuffesgröße erstiegen, gehet es in dieser Größe und durch diese Größe selber zu Grunde und räumt neuem Geschlechts, zu neuem gleichem Versuche, die Bahn.... Wenn sie nun durchgemacht diese Versuche und jedes Volk durch sein Steigen und Fallen!" Nichtigkeit über alle menschliche Größe eingeschrieben ins Buch der Geschichte, und gescheitert sind alle Versuche, sich dauernde Glückseligkeit durch Besitz und Größe zu sichern..., und nur Das für die Ewigkeit gegründet war, was, wo immer nur, Menschen Ln gottverehrendem Gercchtigkeits- und Liebesstreben gebaut; wenn dann über den Trümmern menschlicher Gewalt und menschlichen Wahn's das spätere Geschlecht.... die Nichtigkeit aller dieser Götterwesen schauernd erlernt und frei wird Las Auge zum Hinaufblick zum Alleinen und wieder Las Gefühl erwacht für wahre Menschengröße, die selbst Besitz und Genuß nur als Mittel begreift, und, das zerstreute Menschengeschlecht wieder künstlich vereint, diese Erfahrung, dieses Gefühl alle Erdenenden durchdringt": dann wird die Zeit herangekommen sein, von welcher Israels Propheten und Sänger verkündeten und sangen, daß dann überall Gott erkannt werde, in gleichem heiligen Wandel alle Völker Gott verehren und einmüthiges Streben in Gerechtigkeit und Liebe sie alle beseele (S. 27—35).— Aber das „Ziel dieser Erziehung sollte gesichert und gefördert werden durch ekgenthümliche Veranstaltung." In die Reihen der Völker sollte ein Volk eingeführt werden, „das durch Geschick und Leben den alleinigen Gott als des Lebens einzigen Grund, Erfüllung seines Willens als des Lebens einziges Ziel darstrlle und den Ausspruch dieses Willens, für den Kreis