Mannheim
Compact Memory

Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 3 · p. Seite 514

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 3
Article
Jüdische Geschichte [Rezension]
Date
1836-01-01
Page
Seite 514 (sequence 11)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2929020-2929026-2929030-2930482--1328-2930619
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

514 R e c e n s i o n e n. sein Geburts- und Todesjahr (S. 258 und 263 A.). Daß seine Reise von Spanien nach Aegypten über Palästina gegangen (S. 260)- daß dieselbe aber in seinem 30. I. (1165) nicht 1160 unternommen worden, beweiset — außerdem, was wir für Letzteres bereits gleichfalls in diesen Blattern S. 132 A. u. 135 A. gesagt Haben — eine mir von Hrn. Rapvport Nachgewiesene Notiz iü dem Buche das Elasar Askhari welcher ums I. 1588 geschrieben**), in dem zweiten Abschnitte über Buße. Dort heißt es: „Am Ende eines Manuscriptes, welches mir Samuel ben Abraham Schekail in Akkho aus einem Autographe des Maimonides mitgetheklt, findet sich: In der Nacht von Sabbath auf Sonntag den 4. Jjar, ging ich zur See; am Sabbath 10 Jjar (viertausend, neunhundert) 25 (1165) erhob sich ein Sturm wider uns, uns zu versenken, und es war ein großes Wüthcn auf dem Meere; da gelobte ich, an diesen beiden Tagen zu fasten und sie für mich, meine Hausleute und alle meine Angehörigen gleich einem öffentlichen Fasttage zu betrachten und meinen Kindern zu hinterlaffeu, daß deßgleichen von ihrer Nachkommenschaft bis ans Ende der Zeiten geschehe und Almosen gespendet werden. Ferner aber gelobte ich, am 10. Jjar jährlich allein zu sitzen, ohne mit irgend Jemandem Umgang zu pflegen, sondern für mich in der göttlichen Lehre zu lesen; sowie ich an jenem Tage auf dem Meere nur Gott bei mir gefunden habe, so will ich auch fürder an demselben nicht einen Andern sehen oder mit ihm zusammensitzen. In der Nacht vom Sabbath auf den Sonntag, den 3. Siwan, verließ ich in Wohlsein das Meer und kam nach Akkho und war so vom Uebertritte gerettet. So waren wir denn nach Palästina gekommen. Diesen Tag gelobte ich, stets als Tag der Freude, Wonne, Mahlzeit und Geschenke an Dürftige zu begehen, ich und mein Haus bis ans Ende der Geschlechter. Am Dienstage, 4. Marcheschwan, im I. d. W- (49)26 (Ende d. I. 1165) giengen ') Vglda» Akrostichon S- 5i d. u. 55 a in vä. Brünn 1795. ") Vgl. 70 ad über das Erlaßjahr.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.