Mannheim
Compact Memory

Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 3 · p. Seite 512

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 3
Article
Jüdische Geschichte [Rezension]
Date
1836-01-01
Page
Seite 512 (sequence 9)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2929020-2929026-2929030-2930482--1326-2930617
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

512 N e c e n s i o n e n. Am Haarez, nicht so bald durchdrangett. — Daß Jonathan ben Usiel de» Pentateuch übersetzt habe (S. 76), möchte wohl schwer zu beweisen sein; er war ein Name, auf den man liebersetzungen zurücktrug, und ausdrücklich geschah Dies blos-von dem Thargum der Propheten. — Sehr richtig scheint uns, daß der AusdruckNasi erst der Zeit nach der Zerstörung Jerusalems «»gehört (S. 105 A.), während wohl die frühere Zeit sich der Bezeichnung Saken l^s) bediente, wie wir diese dem ersten Hillel, Schaminai und oem ersten Gamaliel beigelegt finden. — Nach der thalm., freilich späten und agadischen, etymologischen Erklärung des Wortes würde dasselbe Sabua und nicht Schebua (S. 108) zu lesen sein, und wir, scheu auch keinen Grund, warum wir von jener Anssprache abweichen sollten. Die mit diesem in Verbindung gesetzte Geschichte des Akiba ist jedoch ziemlich sagenhaft und hätte keine so schlechthinige Aufnahme verdient. — In der Familie Bethera lS. 110) sind wohl alle Namen, außer denen des Jehudah nnd Josua, sehr verdächtig. Der Beiname der dem Rufus in Thalmud und Midraschim beigelegt wird, ist wohl nicht Turnus (S. 1131, sondern Tyrannus zu lesen. — Daß die schriftliche Verbreitung der Gesetze verboten war lS. 36 u. 119), ist eine Ansicht, die in späterer Zeit, nachdem die Mischnah schon längst ausgeschrieben war, entstanden und auf die frühere Zeit übertragen zu sein scheint, etwa als Erklärungsgrund, warum man keine älteren schriftlichen Quellen als die Mischnah aufzuweisen habe. — Wenn, wie ganz richtig, Siphri (S. 119) zu lesen, so muß es auch Siphra und nicht Saphra (das.) beißen, da dieser Midrasch eines der fünf pcntateuchischen Bücher, nämlich das dritte, jener aber zwei, nämlich das 4te und 5te, erklärt. Im Thalmud werden dieselben blos, als nach der Meinung (hiD^dt) des Akiba, der überhaupt als Gesetzesrestaurator betrachtet wird, aber eigentlich von der Schule des Abba, genannt Rab — woher die Bezeichnung 'D"! — abgefaßt, dargestellt. — Die Geschichte des David el David (S. 240), welcher wohl einer und derselbe ist mit David el Roi, ist zu sehr durch das Zeugniß des

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.