Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 3
- Article
- Jüdische Geschichte [Rezension]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 511 (sequence 8)
- Language
- German
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511 Jost's Geschichte der Israeliten. erkennenden Männer der spanisch - arabischen Periode dennoch sehr beziehungsweise ausgesprochen werden, und auch hier scheint uns das Urtheil über Ebn Esra (S. 255 u. 256) und über Maimonides, als habe dieser "das ganze Gebäude deö Rabbi»isir.us, wie es auf bloßem Herkommen stand, abgetragen" (S. 259), oder als habe an seinem Mischneh Thorah^ die Philosophie selbst gearbeitet (S. 261) — besonders bei einem fast gänzlichen Schweigen von den Verdiensten des Bechai und Juda Hallevi —, ebenso über Salomo ben Abraham Addereth <S. 415), dem »die ausgedehnteste Denkfreiheit" beigelegt wird und dessen Bann blos gegen Bestrebungen der "Afterphilosophke» gerichtet gewesen sein soll, Beschränkungen erleiden zu müssen. Umgekehrt möchte auch Mancher zu karg weggekömmen sein. So verdient gewiß Raschi nicht blos wegen seines Sammlerfleißes (S. 374), sondern noch mehr wegen seiner unübertroffenen Klarheit als Commentator des Thal, muds und seines tiefen Blickes in den Geist der hebräischen Sprache suszeichnende Erwähnung. Auch möchten wir keines«) gs die Neisebeschreibung des Benjamin von Tudela mit Baratier und dem Hrn. Vfr. (S. 412) für gedichtet ausehn, indem sie das Gepräge der höchsten Wahrheit an sich trägt, wenn sie sich auch allerdings zuweilen nicht scheut. Fabelhaftes, wie es die Zeit mit sich brachte, anfzuuehmen. Auch daß der freilich minder geistesstarke, aber gleichfalls freisinnig kühne Akosta, durch einen Gegensatz zu dem bald nach ihm auftretenden, und vielleicht durch seine Ansichten und Schicksale belehrten Spinoza, sosehr zurückgedrängt wird (S. 466), finden wir nicht ganz gerecht. — Als geringfügige Einzelheiten bemerken wir, daß Haberim (S- 41) nicht sowohl gereifte Schüler bedeutet, als vielmehr Leute, die auch ohne Gelehrsamkeit sich zu den Pharisäern hielten und ihre Satzungen beobachteten, während dieselben beim gemeinen Volke, *) Nicht Zad Chasakah (S- 260). Dar Werk wurde, weil in l4 Bücher getheilt, auch zuweilen genannt dar Buch "5^1"! sder 1t.) und dann erst von Später» spielend Jad Chasakah.