Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 501 (sequence 3)
- Language
- German
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501 Sachö' Pfalmenübersetzung. mehr als anderswo selbstständig auftritt und sich zn behaupten hat. Bei einigen Psalmen (8. 16. 17- 32. 45), die als besonders schwierig geschildert werden, bekennt der Verfasser, daß er sich nicht genüge und mit dem Gegebenen nicht zufrieden sei (s. Pf. 16. 17..32. 36 V. 2). Sicher wird er Manches als gezwungen und unerwiesen selbst später aufgebe», z. B. daß die Kinder und Säuglinge in Ps. 8 sich auf David, und das ganze Bild auf dessen Ueberwindung des Goliath beziehe, daß Pf. 17, 4 ein Optativ sei, während derselbe Modus in Ps. 63, 3 richtig abgewicscn wird; daß Ps. 32, 6 u. s. f. interrogativ zn nehmen und im 49. Ps. die Unsterblichkeit »deutlich und offenkundig« (S. 71) ausgesprochen werde. Ps. 42, 7 behauptet der Vrf. ohne Grund, "ls"! sei Zion oder Horeb. Die Festhalrung an den überlieferten Text scheint Ps. 43, 6 bei der Erklärung von 1^2 zu weit getrieben. Nach Herrn Sachs hat der Psalmist hier absichtlich 1O2, und nicht ^2 wie in den beiden andern Strophen, gesagt (S. 61). Ps. 40, 8 wird kühn interprctirt, »sieh ich erscheine mit der Nolle des Buches, geschrieben. auf mir», d. h. ich selber komme als Buch, als Geretteter, auf welchem die göttliche Macht lesbar geworden. Aber ist dergleichen poetisch oder nach dem Standpunkte der Psalmisten zu rechtfertigen? Eben so dürfte die Auffassung von Ps. 58, 2 (soll ich verstummen) nur sinnreich sein, wahrer aber, was hierüber Ewald (die Psalmen S. 226) mittheilt. Einige besonders herausgehobene gute Erklärungen finden sich bereits bei Raschi (Ps. 4, 9 , 16, 4 von "IN O) David Kimchi (vgl. Ps. 58, 10), Mendelssohn (Ps. 4, 7 HO). Doch soll Dies hier nur eine gut gemeinte Erinnerung sein, aus Hochachtung vor den Masorethen und Rückert sich nie in einseitige Tendenzen zu verirren. Uebrigens ist das Werk die. Leistung einer selbstständigen glücklichen Kraft, und möchten wir de» Wortführern nicht wünschen, vornehm darauf herabzuschen. Sehr Vieles muß, alü eiulcuchtend vorgetragen, gut interpretirk, kräftig wiedergegeben, der