Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 3
- Article
- Einiges über Plan und Anordnung der Mischnah
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 489 (sequence 16)
- Language
- German
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Anordnung der Mischnah. 489 geordnet; in III wird sogar Alles früher behandelt als das Eingehn in die Ehe (Kidduschin); in IV nimmt der Tractat Aboth, Sittensprüche enthaltend, eine Stelle in der Mitte strenggesetzlicher Theile ein, und in V wird ein Theilchen von den Opfergesetzen (Kinnim) den Beschreibungen des Tempels und seiner Geräthe nachgesetzt. Eine solche Verwirrung kann nicht ganz zufällig sein; aber die Gemara sucht hlyö bei einigen der am Leichtesten zu verbindenden Tractate einen Grund zu geben, und was die Später» zur Begründung dieser Reihenfolge anführen, vorzüglich was Maim. liefert, ist gesucht, und könnte ebensogut eine ganz umgekehrte Folge begründen. Nur eine Andeutung gkcbt der Letztere bei einer Stelle, die, wenn er sie verfolgt hätte, ihm die Schwierigkeit gelöst haben würde. In Bezug auf die Hintanstellung von Kinnim (in V) sagt er nämlich, es sei Dies wohl auch deshalb geschehen, weil das darüber Gesagte sehr wenig sei *). Diese Bemerkung, welcher Maim. nicht gefolgt ist, weshalb er die künstlichsten Verbindungsmittel aufsucht, kann uns einen Faden für die ganze Anordnung abgeben, indem die je größere oder geringere Anzahl der Abschnitte das Vorausgehn oder Nachfolgen bedingt, woher dann auch bei gleicher Anzahl der Abschnitte die Folge zuweilen streitig ist. Nehmen wir zuerst die drei Ordnungen, bei welchen sich Dies klar zeigt: ') Vgl. auch seine Bemerkung bei Gelegenheit der frühen, Discussion über die zu weihende Erstgeburt einer Eselin vor der über die Erstgeburt reiner Thiere in den einzelnen Abschnitten bineö TraclateS; Weil die Abhandlung über die Erstgeburt der Eselin klein ist, hat er sie der über die Erstgeburt reiner Tbiere vorgesetzt, und kehrt dann zum eigentlichen Gegenstände deö Trattales zurück. (Bechorolh Li, 1.)