Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 3
- Article
- Einiges über Plan und Anordnung der Mischnah
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 483 (sequence 10)
- Language
- German
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Anordnung der Mischnah. 483 abweichenden Meinungen ausgelassen werden sollen; da von, der Bekanntschaft mit ihnön das Verfahren bei Nichdoch faßt die spätere Samara (Megitlah 2 a. Moed katoN3ll», Gittin L6 Ir. und Abo^ath Eliliin .'Ztt ») die Stelle auf, indem sie die Sörrte: '°O1 "l'Ä aus dem Zusammenhange reißt und äuS ihnen einen selbstständigen, altge- ' meingültigen Satz Macht mit der Bedeutung; keine spätere geistliche Behörde darf die Ei n richtüttg einer früher« äufhebensie ntüßte denn dir zwei sie vor jetter auszeichnenden Eigenschaften besitzen. Es sind hier drei Abweichungen zu versiertendie sich durchaus nicht mit den Worten dev Mischnahwenn sie im Zusammenhänge gelesen werden, vereinigen lassen. Dir Mischnah spricht hier von dem Bethdin als einem in verkommenden Fragen entscheidenden Gerichtshöfe, welcher blos nach bereits gegebenen Meinungen Aelterer sich richtet, öhsie selbstständig in die Untersuchungen, die vielleicht aus ganz abweichende Resultate führten waS der jeweiligen geistlichen Behörde wohl zukant, wie in der Mischnahzeit sehr häufig Spätere die Ansichten Früherer bestreiten (vgl. Joseph Karo zu Maimvnides Mischneh Thorsih Mämrim H, 1)^-, einzugehn; die Geckara wendet Dies aber auf allgemein gesetzgeberische Befugnisse an. Die Mischnah spricht ferner von gleichzeitigen Gerichtshöfen, von denen der eine den AUsspruch des andernwentt er diesem coördinirt ist und dieser auch die Ansicht eines Gelehrten für sich hat, nicht äufhebett dürfe; die Gemara macht die Anwendung üuf zeitlich einander folgende Behörden. Die Mspricht von Entscheidungen aller Art, namentlich itt einzelnen Gesetzesbestimmungen, welche streitig sind; die G. wendet es nur an bei neuenvon einer Behörde getroffenen, Einrichtungen, an welche die Mischttah hier gar Nicht denkt» — Dieses fühlte offenbar auch Maim., wenn ergegen seine Gewohnheitdie Mischnah hier nicht nach dem Sinne der Gemara erklärt; den Versucheine llebereLnstimmuNg herbeizuführen, macht Abraham ben David z. St.- welcher jedoch- Ungeachtet einer Correctür, indem er stkiest, mißglückt. Er erklärt: ^Warum . . Damit, wenn eine Behörde — welche auch das Leyrgeschäft in sich vereinigt — die Meinung ... anerkenntsie daun auch auf dieselbe sich verlassen dürfe. 31 '