Mannheim
Compact Memory

Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 3 · p. Seite 478

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 3
Article
Einiges über Plan und Anordnung der Mischnah
Date
1836-01-01
Page
Seite 478 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
98% known words query
IRI
…/2929020-2929026-2929030-2930479--1288-2930583
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

478 IV. Einiges über Plan und sam machen. Maimönides meint nun, die Mischnah habe Dasjenige zurückgelassen, was einem Jeden aus dem täglichen Gebrauche hinlänglich bekannt gewesen; aber dagegen spricht nicht blos, daß sie Vieles der Art dennoch ausgenommen, sondern auch das Beispiel, das wir aus den Thosaphoth' angeführt haben, .indem dieses gerade einen Gegenstand betrifft, der zur Zeit gar nicht mehr in Uebung war. Jedoch ist soviel daran richtig, daß sie die Gegenstände, aber nicht mit Willen, übergangen hat, an welche sie nichts Besonderes anzuknüpfen hatte- oder die so vorauszusetzen waren, daß eine Belehrung darüber zu geben nicht in den Sinn kommen konnte. Daher fehlt auch natürlich meistens das Allgemeine des Gebotes, entweder als aus der Bibel schon bekannt oder doch als die Grundlage, außerhalb deren man sich gar nicht versetzen konnte. Wenn wir demnach gleich beim ersten Schritte zur Mischnah der Frage begegnen: von wann an mag man das Schema am Abende lesen?, so müssen wir die Pflicht des Schemalesens am Morgen und am Abende als eine solche kennen, deren Nichtvorhandensein so undenkbar ist, daß man gar nicht daran dachte sie anzugeben, und nicht blos etwa, weil sie, nach thalmudischen Ansichten , eine biblische ist, auf welche sich 5 M. 6, 7 u. LI, 20 beziehe, da ja jedenfalls der Abschnitt von den Zizith (4 M. 15, 37 bis Ende) damit nicht angegeben ist, den die Mischnah dennoch als mit zum Schema gehörig betrachtet *). — Gerade an dieser einen Stelle, und wahrscheinlich weil mit ihr das ganze Thalmudstudium begann, scheint die Gemara eine Unschicklich- *) Berachoth I, 5, wo es blos streitig, ob dieser Abschnitt auch am Abende gelesen werde. H, 2.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.