Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 3
- Article
- Der Kampf christlicher Theologen gegen die bürgerliche Gleichstellung der Juden
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 464 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2929020-2929026-2929030-2930478--1273-2930569- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
404 III. Der Kampf christl. Theologen vagegen eingcschritten. Herr H. liest auch die Tagesblätter und reiht Zettelchen aus ihnen seinen „handschriftlichen Sammlungen" an; warum weiß er denn nicht, daß bei ver Sanction des kurhessischen Emancipationgesetzentwurfes oie eheliche Verbindung zwischen Juden und Christen zurückgewiescn wurde? — Nun frage ich Jeden, welch' eine eiserne Stirne dazu gehört, mit solchen Beschuldigungen öffentlich aufzutreten. Ich habe den Lesern blos einige Beispiele von den leichtsinnigen Verleumdungen geben wollen, mit denen man gegen uns auftritt, habe mich aber wohl gehütet, Herrn H. geradezu einen Verleumder zu nennen, und nicht etwa aus rückhaltender Klugheit, sondern aus einem Grunde, den ich jetzt verrathen will. Ich habe nämlich die feste Ueberzeugung, daß es dem Gegner, mit dem wir es hier' hauptsächlich zu thun haben, ziemlich gleichgültig ist, ob die Juden von Fesseln mittelalterlichen Druckes befreit werden oder nicht, daß er vielleicht gar nicht eigentlich Judenfeind im ärgsten Sinne alter Vorurtheile ist, daß hingegen sein Hauptanliegen war, seine aufgespeicherten, überall hergeholten, achl zum Theile schon vergilbten und zum Theile der Verwesung nahen, Citate für eine Darstellung anzuwenden. Ich bin nicht so schnell mit „psychologischen" Charakteristiken fertig, wie Herr H., gebe daher diese Meinung blos nach einer reiflichen Erwägung und unterwerfe mich nun gerne dem prüfenden Urtheile. Herr H. hat ein Buch geschrieben, Entsetzen erregenden Umfanges, unter dem Dtel: die enge Verbindung des A. T. mit dem N. T. u. s. w., und was solltedessen Zweck sein? Die Nachweisung, daß die in den