Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 3
- Article
- Der Kampf christlicher Theologen gegen die bürgerliche Gleichstellung der Juden
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 455 (sequence 10)
- Language
- German
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gegen die bürgerl. Gleichst, der Juden. 455 kurz angedeutet, nicht Christen zu verstehen sind—- verdeckte Beziehungen auf die christlichen Mitbürger im Sinne haben , sondern blos aus dem Wahne, es dürfe in den einzelnen gewohnten Gesetzesübungen, daher auch in den Gebetstücken, die man meistens, ohne sie zu verstehen und ohne dabei zu denken, spricht, Nichts geändert werden. Herr H. möge ja nicht versäumen, diese Anklage in seine "handschriftlichen Sammlungen" einzus tragen; sie kann ihm vielleicht einmal trefflich zu Statten kommen ,' und wer weiß, welche Folgerungen sich ihm daraus ergeben. Wir machen ihn blos auf cir nige aufmerksam, und er möge daraus erkennen, wie gerne wir ihm auf seinen "Mühevollen Wanderungen" ein Führer und Cicerone sein wollen. Die erste Folgerung möchte wohl diese sein: wenn die Juden gegen Uebelthäter aus ihrer Mitte Verwünschungen aussprechen, so muß die Zahl derselben außerordentlich groß sein, und sie bekennen demnach selbst, daß sie lauter Uebelthäter und Gottlose sind. Dieser Schluß ist gewiß nicht im Geringsten schlechter, als der : weil die Bibel den falschen und überflüssigen Eid streng verbietet, sei es erwiesen, daß die Israeliten sich aus einem Meineide Nichts machen (Archiv VI, 1. S. 173), oder weil der Lhalmud — und nach ihm und aus ihm Maimonideö *) — verbietet, Fleisch eines gefallenen Thieres als daö *) ES gehört entweder zu einem unwürdigen Kunstgriffe oder es ist ein Mangel an Kenntniß — unser Gegner wird lieber das Erstere zugeben —, wenn Herr H. sich die Aeußerung erlaubt, Maim. habe oft vergebens gegen die Verkehrtheit und Beschränktheit seiner Zeitgenossen gekämpft und Dieses auf Stellen in demMischnehThorah —- der durchaus keine eigenen, son-