Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 3
- Article
- Grundlehren des isr. Glaubens
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 443 (sequence 8)
- Language
- German
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II, Grundlehren des isr. Glaubens. 44Z> Göttern, so rührt Dies, wie auch der Thalmud diese Stelle erklärt, vou der damals herrschenden Ansicht her, daß mit dem Auswandern aus dem heiligen Lande eine Art von Abtrünnigkeit verbunden sei, und zwar nicht, weil man sich dadurch unter die Obhut der Abgötter stelle , sondern weil die vorgeschriebenen Ritualhandlungen eigentlich nur für Palästina geboten sind, und anders wärts nur ausgeübt werden, damir sie nicht in Bergest senheii kommen (s. Raschi Deut., 11, 18.) §. 21. Der Glaube an die Einheit Gottes ist ein auszeichnenves Merkmal der israelitischen Religion und der aus ihr entstandenen Filialconfeffionen; jede Vorstellung von irgend einer Art von Pluralität des allerhöchsten Wesens entstellt sie Und thut ihrer Reinheit Abtrag. Wenn es außer der Gottheit noch reingeistige Wesen giebt, die nicht in einen Körper gehüllt sind, so sind sie von dem Alleinigen zu bestimmten Zeiten und bestimmten Zwecken erschaffen worden, und zwar erschaffen nach dem strengem Begriffe des Wortes, aus dem Nichts ins Dasein gerufen, nicht durch Generation von ewigen Zeiten her der Gottheit emanirt. Der Glaube an irgend eine Substanz von göttlicher Natur, die nicht mit.dem Alleinigen im allerstrengsten und umfassendsten Sinne coexistirt und an die man doch Opfer und Andacht richten dürfte, sie mag durch Parentitätsbezeichnungen oder durch die Namen der Scphiroth benannt werden, ist dem wahren Geiste unsrer Religion zuwider und führt zur Abtrünnigkeit. Es ist nicht nöthig, Dies aus dem Texte der heiligen Bücher zu beweisen, genug sie lehren uns Nichts von Wesen dieser Art; sie lehren uns nur, daß Gott einer ist uno