Mannheim
Compact Memory

Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 3 · p. Seite 443

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 3
Article
Grundlehren des isr. Glaubens
Date
1836-01-01
Page
Seite 443 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2929020-2929026-2929030-2930477--1251-2930548
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

II, Grundlehren des isr. Glaubens. 44Z> Göttern, so rührt Dies, wie auch der Thalmud diese Stelle erklärt, vou der damals herrschenden Ansicht her, daß mit dem Auswandern aus dem heiligen Lande eine Art von Abtrünnigkeit verbunden sei, und zwar nicht, weil man sich dadurch unter die Obhut der Abgötter stelle , sondern weil die vorgeschriebenen Ritualhandlungen eigentlich nur für Palästina geboten sind, und anders wärts nur ausgeübt werden, damir sie nicht in Bergest senheii kommen (s. Raschi Deut., 11, 18.) §. 21. Der Glaube an die Einheit Gottes ist ein auszeichnenves Merkmal der israelitischen Religion und der aus ihr entstandenen Filialconfeffionen; jede Vorstellung von irgend einer Art von Pluralität des allerhöchsten Wesens entstellt sie Und thut ihrer Reinheit Abtrag. Wenn es außer der Gottheit noch reingeistige Wesen giebt, die nicht in einen Körper gehüllt sind, so sind sie von dem Alleinigen zu bestimmten Zeiten und bestimmten Zwecken erschaffen worden, und zwar erschaffen nach dem strengem Begriffe des Wortes, aus dem Nichts ins Dasein gerufen, nicht durch Generation von ewigen Zeiten her der Gottheit emanirt. Der Glaube an irgend eine Substanz von göttlicher Natur, die nicht mit.dem Alleinigen im allerstrengsten und umfassendsten Sinne coexistirt und an die man doch Opfer und Andacht richten dürfte, sie mag durch Parentitätsbezeichnungen oder durch die Namen der Scphiroth benannt werden, ist dem wahren Geiste unsrer Religion zuwider und führt zur Abtrünnigkeit. Es ist nicht nöthig, Dies aus dem Texte der heiligen Bücher zu beweisen, genug sie lehren uns Nichts von Wesen dieser Art; sie lehren uns nur, daß Gott einer ist uno

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.