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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 3 · p. Seite 444

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 3
Article
Grundlehren des isr. Glaubens
Date
1836-01-01
Page
Seite 444 (sequence 9)
Language
German
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444 II. Grundlehren des ist. Glaubens. fein Name einer, mehr wollen und sollen wir nicht wissen, denn wir haben mit Dingen nichts zu thun, die außer dem Kreise unsres Fassungsvermögens liegen. Ja, könnce may uns sogar durch eine spitzfindige Hermeneutik in der h. S. Stellen aufweisen, die den mystischen Philosophemen der Kabbalisten günstig sind, wir dürsten und würden doch darauf keine Rücksicht nehmen, bis man uns bewiese, was nie gelingen wird, daß auch Gott von uns verlange, unsre Aufmerksamkeit darauf zu richten; wir würden vielmehr, nach der Aeußerung des frommen Isaak Ben Schescheth, fortfahren, Gott in rein kindlichem Sinne zu verehren, und höheres Licht vom Leben im Sitze der ewigen Seligkeit erwarten. §. 22. Ueberhaupt rühmen wir uns als Israeliten nicht, im Besitze höherer Erkenntniß der Dinge zu sein, die zur übersinnlichen Weltordnung gehören, und die Vortrefflichkeit unsrer Religion zeigt sich nicht in der Menge der Geheimnisse, die sie uns aufoeckt, sondern in veredeln Einfachheit, die das Umsichgreifen und Einwurzeln schädlicher Jrrthümer verhindert. Sie ist wahr, beglückend und beruhigend, denn sie bietet dem Geiste nur dar, was er in sich 'aufzunehmen vermag und läßt ihn über alles Uebrige ohne besonder» Aufschluß, wie cs seiner Natur aufs Vollkommenste angemessen ist. Diesen Gesichtspunkt festhaltend, werden wir durch schwierige Stellen in der h. S. nicht in Verlegenheit kommen. Es wird uns wenig kümmern, wenn es in der Schöpfungsgeschichte heißt: Gott sprach: Wir wollen einen Menschen nach un ferm Ebenbilde machen. Mag die Theosophie solche Stellen deuten, wie es ihr beliebt, wir sind keine

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