Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 3
- Article
- Grundlehren des isr. Glaubens
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 441 (sequence 6)
- Language
- German
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n. Grundlehren des isr. Glaubens. 44L Es ist nicht noch einer! Höre Israel/ heißt es ferner, Gott ist unser Herr, Gott ist einzig. Diese große Grundwahrheit unsrer Religion hatten später viele Israeliten außer Augen gelassen und geglaubt, sie dürften der Verehrung Gottes, des Einzigen, die der heidnischen Dämonen beigesellen, ohne sich der Abtrünnigkeit schuldig zu machen, in welchen Jrrthum sie um so leichter verfallen konnten, da diesen Dämonen in der Schrift zwar alle Macht und Nützlichkeit, aber nirgendwo ausdrücklich das Dasein abgesprochen wird. Als indessen EliaS auf dem Berge Karmel ihnen die Ueberzeugung beigebracht hatte, daß nur Gott, der Alleinige, über die Natur und die Elemente gebiete, sielen sie nieder und riefen aus: "IN' allein ist der Herr. Es ist falsch, wenn gesagt wird, Israel habe in Gott nur einen, Nationalgott verehrt. Derselbe Gott, der sich auf Sinai offenbarte, hat auch Jonas zu den Niniviten, Elisa zu Chazael, dem Könige der Aramäer, gesandt und die meisten Propheten mit hohen Empfindungen für die verschiedenen Heid, nischen Nationen begeistert. Die noachidischen Gebote find nicht an die Israeliten ausschließlich, sondern an alle Völker der Erde ohne Ausnahme gerichtet, und Moses sagt in dem Segen, den er vor seinem Lode den Israeliten errheilt: Er liebt (nach andern verpflichtet) auch die Völker, alle Heilige sind in deiner Hand, und sie liegen hingestreckt vor deinen Füßen, empfangen dein e Befe h l e. Im ganzen Thatmud ließe sich wohl keine einzige Stelle finden, die zu der Vermuthung führen könnte, als habe sich auch nur einer seiner zahlreichen Verfasser unter dem Gotte, welchen Israel bekennt, Line» Nativnalgdtt gedacht. Vielmehr sagt er