Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 3
- Article
- Grundlehren des isr. Glaubens
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 440 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2929020-2929026-2929030-2930477--1248-2930545- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
440. II. Grundlehren des ist. Glaubens. Einmischung Gottes in die großen Weltereignisse anspielt, »her nicht als ein Name Gottes zu betrachten ist. Die Lhalmudisten nehmen an, daß das Tetragrammaton der Gottheit als dem allgütigen, allbarmherzigen Wesen beigelegt Werde. 2)/ ^^- , wahrscheinlich gebildet qus verwüsten, zerstören und deutet daher an, daß die Auflösungen und Zerstörungen in der Natur nicht minder von der Gottheit herrühren, als die Produktionen, indem jene, wie diese, zur Oekonomie des Weltalls erforderlich sind. Nach einer Meinung im Thalmud ist das Wort gebildet aus '7? genug und deutet an, daß Gott bei der Schöpfung den Elementen unüberschreitbare Gränzen gesetzt habe. Die Thalmudisten sprechen noch von einem Namen in 12 und einem andern in 42 Buchstaben; Maimonides vcrmuthet aber mit großer Wahrscheinlichkeit, daß darunter Verbindungen von mehren Wörtern verstanden sind, welche Attribute der Gottheit enthalten, und deren man sich bediente, um das Tetragrammaton nicht aussprechen zu müssen. Wir übergehn hier die zahllosen Benennungen, welche die Kabbalisten aus mehren Schriftstcllen und durch Eombination der Buchstaben und der Vocalzeichen gebildet haben. Man hat nur zu bedauern , daß mehre derselben in manche Gebete übergegangen sind. 8- 20. Man bedarf nur einer geringen Aufmerksamkeit beim Lesen der heiligen Bücher, um die Ueberzeugung zu erhal, ten, daß alle Benennungen der Gottheit sich auf ein und dasselbe allerhöchste Wesen beziehen. Du sollst es heute erkennen, wird zu den Israeliten gesagt, und dir es zu Gemüthe führen, daß Gott der Herr ist, oben im Himmel und unten auf der Erde.