Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 3
- Article
- Vertrautes Schreiben an einen Rabbi
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 430 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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430 I. Vertrautes Schreiben patiitt O>!22VI2); Chuckim (2N'^) unv Mizwaus (Mizwoth Thoroth sind dem Vrf.'die geschichtlich geoffenbarten Wahrheiten , als Lebensprincipe (S. 53, 54); Mischpatim „die Anforderungen der Gerechtigkeit" (S. 54, 55), Chuckim „Aussprüche der Gerechtigkeit auch gegen die dem Menschen untergeordneten Wesen (S. 52, 55, 56.), Mizwoth, die Gebote der Liehe gegen alle Wesen, als Gottes Aufträge und Anforderungen an die Israeliten (S. 52. 57— 59). Wenn sich auch dem Kundigen die ausschweifende Willkür, die diesen Definitionen zu Grunde liegt, sogleich aufdrängt, so muß dem Vrf. doch das Zeugniß gegeben werden, daß er in den Geist der Lehre einzedrungen, und der große Reichthum , der in der mos. Gesetzgebung liegt, ihm nicht verborgen geblieben ist. Wenn wir nur mit den übrigen Ansichten des Vrfs. zufrieden sein könnten! — Zum Wirken in Gerechtigkeit und Liebe, sagt der Vrf., genügt das einmalige Anerkennen der Lebensgrundwahrheiten nicht; dein Beruf als Jsraelite, als Träger der Lehre über Gott und Menschthum (!) an die Menschheit, ist nicht erfüllt durch blosen Aufbau deines Lebens auf jene Grundwahrheiten (nicht?), für jenes und für dieses sollst du jene Grundidee und ihre Folgen wiederholt in Wort- und Thatsymbol in die Seele prägen und dadurch dir und Anderen sie festhalten. Dies der Inbegriff der Ed oth (S. 59. 60.) Daß diese scharfe Sonderung der religiösen Anordnungen in Classen, wie sie der Verf. angiebt, im Pen taten che selbst nicht vorkommt, mithin nicht mosaisch ist, (es. Deut. 4, 45; 6, 17 und 20) mag dahin gestellt sein; daß die Thatsymbvle nicht durch Edoth sondern durch Oth (IM) und zwar nur in