Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 3
- Article
- Vertrautes Schreiben an einen Rabbi
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 426 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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426 I« Vertrautes Schreiben eine Weise erhob, als habe kein Menschenkind vor ihm diese Gegenstände zur Sprache gebracht*). Einzelnes jedoch von dem neu hier Vorgetragenen, und zwar linguistischen Inhalts, möchte ich namhaft machen! Nach vollendeter Schöpfuug soll sich der Schöpfer „unsichtbar, wie die Seele im Körper, zurückgezogen haben und wie (die) Seele sich in seine Schöpfung eingehüllt haben" (S. 13). Und diese Idee soll das (Exoo. 31,17 gebrauchte) Wort ausdrücken. — Aber was heißt denn nun (Exod. 23,12) In den Bibelstellen, mit denen der Vrfr. seine Behauptungen zu belegen sucht, werden Sie eine wunderbare Exegese antreffen. So sind ihm z. B. Ps. 29 ^2- Geburten der Kräfte. Das Wort (das.) ist dem Vrf. bald Offenbarung, bald Schöpfung (S. 13.) Ps. 103 übersetzt er: Und vergiß nicht alles, was er dir läßt — reifen; eine schielende Erläuterung giebt er von dem Worte Wohl dürfte man dem Ben Usiel zurufen: vOIMri Nr)-- "1^ Das Wort (S. 21) übersetzt der Vrf.: der gesunknc Mensch. Will uns der fromme Ben Usiel etwa an den Sündenfall glauben machen? Wir sollen ja die Bibel "als Juden" lesen! Weil der Mensch den Boden, den er mit seinem Schweiß gedüngt, "sein" nennt, darum führt Adams Erstgeborner den Ramen (S. *,t Man vergleiche nur, um eigentlich wissenschaftlicher und homiletischer Werke nicht zu gedenken, die "Gesänge aus der Verbannung, welche gesungen Obadja Den Amoö im Lande Ham." Heransgegeden (und gedichtet) von v. Sieittheim. Altena L829»