Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 3
- Article
- Vertrautes Schreiben an einen Rabbi
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 421 (sequence 5)
- Language
- German
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421 an einen Rabbi» genossen nicht sogleich beipflichten. Der Pentateuch allein ist das Judenthum nicht. Als ein umsichtiger Thalmus dist, die Zeit und deren Forderung besser würdigend als viele unserer alten und neueren Rabbinen, über Judenthum seine Ansicht öffentlich abgab, rechnete er Propheten und Hagiographen auch mit zu den Quellen des Judenthums *). „Auch sein Geschick aus ihr" heißt es daselbst. Der Vrf.meint, auch das Schicksal des Judenthums müssen wir aus dem Pentateuch kennen lernen. — Wirklich? Sollte man dasselbe etwa antkcipiren? Oder gehört der Vrf. etwa zu jenen Schwärmern, die schon in dem Schwanengesange des größten Propheten ('U's-tsl) das Schicksal der Nation und ihres Glaubens finden und lesen wollen? Sollte man das Schicksal des Judenthums anders als aus der Gesa mmtgeschichte Israels, so weit wir sie als Geschichte besitzen, kennen zu lernen im Stande sein? Von einem eigentlichen Schicksale der Juden kann vielmehr im Pentateuch ganz und gar die Rede nicht sein; das beginnt erst mit dem ersten Denksteine, den Josua kurz vor seinem Tode errichtete (Jos. 24, 25 — 26). Jene Behauptung ist um so auffallender, da im Verfolge der Briefe deutlich genug hervorgeht, daß dem Vrf. nicht sowohl der Pentateuch, als vielmehr Thalmud und! — Midrasch als Quellen des Judenthumö erscheinen. pricirt sich, der richtigeren Au-syrache zum Trohe, die jüdpolnische höchst corrupte Mundart geltend zu machen. Die Gelehrten Babylon» haben weder Schrift noch Sprache — sagt der babylonische Thalmud selbst; doch sie gustilm» non ost üisMtiinäuni.