Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 3
- Article
- Vertrautes Schreiben an einen Rabbi
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 420 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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420 I. Vertrautes Schreiben theologischen und als, Rabbiner fungirenden Naphtali Antwort einzuholen? Sind dem Frager wirklich die Männer Israels unbekannt geblieben, die trotz ihrer strengen Religiösität zu den Koriphäen der Wissenschaften gehörten? Waren unsere Maimonides', unsre Ebn Esra's, unsre Alb o's — waren Männer, wie Iehuda H a l e v i, wie Moses Arama, Männer, wie Don Vidal, wie Abraham Zacuth, Jsaac Kordoso, Joseph Salomo del Medigo, Männer wie M anasse ben Israel und Mendelssohn, waren sie nicht alle streng orthodoxe Israeliten? Aber hat das Judenthum sie abgehalten, sich mit den Wissenschaften, mit der Philosophie, mit der Mathesis, mit der Geschichte, mit fremden Sprachen zu beschäftigen und nicht selten darin zu excelliren? Gab sich Benjamin nicht einmal die Mühe, eine Geschichte der Juden zu lesen?— Ich finde also gleich von Vorn herein die Anlage zu diesem Büchlein falsch, und ganz anders hätten die Fragen gestellt und eingerichtet werden müssen. Inden Fragen scheint mir der Schatten zu stark, in der Beantwortung das Licht zu schwach und spärlich. Doch lassen Sie uns das Büchlein einmal von Linors durchgehen und bald hier bald dort die Worte des frommen Verfassers genauer prüfen. „Will man das Judenthum richtig beurtheilen, heißt es S. 7, so muß man dasselbe aus der Quelle kennen lernen." Dagegen wäre an und für sich Nichts einzuwengen. Wenn aber sogleich hinzugefügt wird: „aus der Thauroh" (der Thorah *), so möchte ich Ihrem Amtss --- Der Vrf. schreibt Tauroh, Mir'waus, Jisroei l «ndca-