Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 2
- Article
- Baiern, Israelitische Kreisversammlungen [Nachricht]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 408 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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408 N a ch r i ch t e n» annahnic von Glaubenssätzen eS abhange, ob man dem Juden, thume angehöre, war daher eine gänzlich in den Hintergrund gedrängte Ansicht, während freilich die allgemein religiösen und sittlichen Grundlagen des Judenthums unbestritten waren. Nur in den Conseguenzen und manchen geschichtlichen Thatsachcn machte sich die Verschiedenheit geltend. Hieraus nun entstand auch das verschiedene Aussehen, das die bisherigen NeligionSbücher an sich trugen, und während in einigen die Gewohnheit und das Herkommen geheiligte Gewalten waren, drangen andere auf den Geist der Lehre und die unmittelbar ans diesem folgenden Verpflichtungen, welche Verschiedenheit dann auf gleiche Weise auch in den Eultnsübungen und den Anforderungen der neuern Zeit an dieselben sich anssprach.— Daß auch noch das Streben nach Uniformität in Ansichten und Gebräuchen — ein Streben, daS an sich jetzt schon noch nicht zweckmäßig genannt werden kann — beim Judenthume namentlich, welches das ganze Leben des ihm Anhängenden berührt und ordnet und daher immer das Meiste dem Gewissen des Einzelnen überlassen muß, daß dieses Streben bei der Anordnung des Ministeriums vorwaltete, erhellet gleichfalls aus Der ganzen Verfügung. — Jedoch ist es eben Pflicht, die Negierung darüber aufzuklärcii, und die Berathung ist gewiß nicht in so enge Formen eingeschränkt, als daß eine nicht ganz richtige Voraussetzung den ganzen löblichen Zweck vereiteln könnte. Mit dem Bekanntwcrden dieser Verfügung entstanden auch sehr verschiedene Ansichten über die von den Verhandlungen zu hegenden Erwartungen.^ Die mannichfaltigsten Hoffnungen und Befürchtungen knüpften sich an sie im In- und Auslande, und dies um so mehr, da eine genaue Kunde von dem Zwecke derselben doch nicht verbreitet war. Nur die Elemente, aus welchen die Versammlungen bestehen sollten, kannte man, und zu diesen hatte man bald mehr, bald minder Zutrauen; als Zweck aber glaubte Jeder seine Wünsche voranstellen zu dürfen. Sv meinten mehre Juden, die Emaneipationsfrage müsse da Vorkommen, und , in Rheinbaiern dachte man vorzüglich — wie dies mehre Zeitungsartikel, und uuS zugesandtc Correspondenzen bcwci-