Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 2
- Article
- Baiern, Israelitische Kreisversammlungen [Nachricht]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 407 (sequence 6)
- Language
- German
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407 Nachrichten. wesentliche Vorbedingung ihrer Befugniß zur Ordnung ihrer in« nern Kirchen- Angelegenheiten und der etwaigen Annäherung an die den übrigen Kirchengesellschaften znstehenden Rechte erscheint. HI. Die Berathungen sind durch ein als Negierungs- Commiffär zu benennendes Collegial-Mitglied zu leiten, und es ist ihnen jener Grad von Vollständigkeit zu sichern, welcher erforderlich erscheint, um die Beschlüsse als brauchbares Material für eine in der Folge etwa nothwendig werdende General-Versammlung israel. Abgeordneten aus allen Kreisen in der Hanpt- und Residenzstadt München zu benützen. Die Einsicht und der bewährte Diensteifer der königl. Kreisregicrungen bürgt dafür, daß dieselben diesem überaus wichtigen Gegenstände eine eben so zarte als umsichtige Behandlung zuwenden und die Vorlage der Ergebnisse mit ihren gutachtlichen Bemerkungen, unbeschadet der möglichsten Vollständigkeit, beschleunigen, jedenfalls aber den Beschluß der israel. Kreis-Comi« tes spätestens mit Ablauf des Mon. Febr. 1836 zur Vorlage bringen werden. , München, den 9. Nov. 1835.' Die angegebene Veranlassung und die unter II aufgegebenen vier Hauptfragepunkte zeigen freilich, daß man von einige» nicht ganz richtigen Voraussetzungen cmsgicng. Es ist die Rede von einer Verschiedenheit in Ansehung der Grundartikel der Religion, und es scheint hier die Ansicht obzuwaltcn, als ob der Streit in unserer Zeit gewisse Glaubenssätze betreffe; das Judenthum aber hat sich gerade von entscheidender Dogmenaüsstellung immer frei gehalten, und wenn Maimonides dreizehn Dogmen aufstellen zu können meinte, war Dies eine der Synagoge so fremde Ansicht, daß man, obgleich das hohe Gewicht des Mannes ein Eindringen gestattete, dennoch den Begriff des Dvgma's gar nicht kannte, und da man daher diese Sätze als Grundlagen blos verstand, deren Festigkeit aus dem ganzen Religionsgebäude erkennbar seyn mußte, hielt man ihm vielfach entgegen, daß die von ihm aufgestellten Glaubenssätze — die man als solche gar nicht begreifen konnte — gar nicht die eigentliche» Grundlagen seien. Daß von der Annahme oder Nicht-