Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 2
- Article
- Nachträgliche Bemerkungen zum ersten Bande dieser Zeitschrift [Nachricht]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 373 (sequence 7)
- Language
- German
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L73 Nachträgliche Bemerkungen. den. Hätte S. S. wirklich moh. Leser im Sinne gehabt, so hätte er allerdings sagen müssen: "in unserer heiligen Schrift", mit Beziehung auf die ihrige; aber gerade, daß er dieses Wörtchen nicht beifügt und schlechtweg „in der h. S." sagt nicht 121'lllI'O), ist ein Beweis dafür, daß E. E. von Solchen spricht, zu denen er nicht mit einem „unsere" sich in Gegensatz setzen wollte, also von Juden. — In der zweiten Stelle scheint mir ebenfalls noch immer die Übersetzung „Schreibart" — was also mehr heißen will, als die Sprache lesen und verstehn, vielmehr auch sie zu schriftlichem Verkehre gebrauchen — passender, als die mit „Schriftcharakter", da ja, wie der Verf. selbst'später angiebt, es zur damaligen Zeit unter den jüd. Gelehrten häufig war, Werke von Nichtjuden zu lesen, die also nicht mit hebr. Schrift geschrieben waren, Md Dieses demnach einem Gelehrten keine besondere Auszeichnung und Empfehlung gewähren konnte.— Dennoch war diese Kenntm'ß wohl blos den Gelehrten eigen, während das gemeine Volk nur der hebr. Schriftzeichen kundig war und überhaupt auch die für die Juden abgeschlossene Litt, sich der Quadratschrift bediente.— Ein sehr verschiedener Fall war es mit der griech. Übersetzung der 70. Abgesehen davon, was fabelhaft sein mag, daß sie von dem nicht, jüdischen Könige aufgefordert worden seien — waren die Juden Aegyptens zu der Zeit ganz in die alerandrinische Richtung eingegangen, waren des Hebräischen sehr wenig kundig, und es steht durchaus zu bezweifeln, ob damals gar die griech. Sprache mit hebr> Charakteren geschrieben wurde, sowie Dies auch später, wegen der großen Verschiedenheit der Sprachen, sehr selten gewesen sein mag, und Aquila's Uebersetznng, die so vielfach von den Kirchenvätern benutzt wurde, gewiß nicht in ihnen abgefaßt war. Wenn jedoch die 70 und Saab, die Antropomorphismcn und -pathismen der Schrift in ihrer Uebersetznng nicht Wiedergaben, so geschah Dies nicht, um die Vorwürfe anderer Glaubcnsparteien zu entfernen, sondern entstand, gleichwie Dies auch bei den chald. Uebersetzern, Onkclos und Jonathan, die gewiß nur an jüdische Leser dachten, der Fall waraus dem sich da-