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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 2 · p. Seite 365

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 2
Article
[Rezension] / B. H.
Date
1836-01-01
Page
Seite 365 (sequence 7)
Language
German
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Die Offenbarung re., von Steinheimi 365 Würdiger Weise von unserm Verfasser nicht, einmal unter den einzelnen Wahrheiten aufgezählt wird, welche kn der Offenbarung enthalten sind—schien uns bis jetzt immer Stütze genug zur Begründung des Offenbarungsglaubens, dieser Anerkennung des göttlichen Waltens in den heiligsten Angelegenheiten des Menschen und der Menschheit. Auch liegt es, nach unserer Ansicht, im Geiste des Judenthums, den Glauben gerade nicht als Product einer einseitig bewirkten Ueberzeu, gung, sondern als Resultat der inner« Kräftigung und Erhebung des "ganzen Herzens und der ganzen Seele" zu betrachten , und deßhalb auch durch äußere, eben darum mit dem Geiste so eng verbundene, Formen zu ihm heran zu bilden und zu erziehen. Ferner halten wir es für jüdisch, die Frage über das Wie? der Offenbarung, welche gerade unser Verf. zum Stütz- und Angelpunkte des ganzen Judenthums machen will, ganz unbeantwortet zu lassen und sich an die blose Thatsache ihrer Wirklichkeit zu halten, wie denn auch Maimonides (den der Verf. öfters als Stütze anführt), bekanntlich die erste und letzte aller jüdischen Autoritäten, welche diese Frage aufgeworfen, dieselbe — freilich zum Theile wohl aus ander» Gründen—nicht völlig entschieden beantwortete, und zwischen der Annahme-einer rein geistigen göttlichen Einwirkung und einer durch ein göttliches Wunder geschaffenen Stimme oder sonstigen Erscheinung "M und 1^) die Wahl ließ, obwohl er selbst sich offenbar zu der erster« Ansicht bekannte"). Wir werden im Verfolge dieser Beurtheilung noch darauf Hinweisen, wie die Widersprüche, in welche sich das Philosophcm verwickelte, zum großen Theile durch solche dogmatische, außer der Gränze Menschlicher Erkenntniß liegende, Entscheidungen über die innere Natur des göttlichen Wesens oder seiner Einwirkung auf die Welt entstanden sind, und glauben daher um so eher, daß auch die Frage über die Art und Weise der göttlichen Offenbarung eben so wohl und mit gleichem Rechte von dem Judenthume abgewiesen werde, als es die übrigen Fragen über ') F. d. V. I, 21. 25. 27f,4. 65, verglichen mit II, .12 ff.

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