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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 2 · p. Seite 363

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 2
Article
[Rezension] / B. H.
Date
1836-01-01
Page
Seite 363 (sequence 5)
Language
German
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Die Offenbarung rc., von Steinheim. 36) uns waltenden, nur durch Selbsterkenntnis? zu beschränkenden, Drange, welcher immer weiter und weiter bis zum Unendlichen hinstrebend, sich nicht befriedigen will mit der erreichten Ueberzeugung von der Wirklichkeit einer Sache, sondern auch gerne den inner» Grund und Zusammenhang erschauen möchte, und darum in übermütiger Ueberhebung so oft die Thatsachcn leugnet, die in ihrem inner» Wesen von uns nicht begriffen werden können. Zwar würde auch so der Drang des Geistes, stets weiter vorzudrmgen, nicht aufgehoben sein, allein cs wäre doch ein Feststehendes vorhanden, dessen Anerkennung auf kurzem und desto sicherer»» Wege erzwungen werden könnte. Vor Allem wäre die Frage gelöst, ob irgend eine Kunde von den göttlichen Dingen eine Offenbarung sei oder nicht. Fortan dürfte die Ueberzeugung von der Göttlichkeit der überlieferten Lehre nicht mehr durch die Hinweisung auf die Befriedigung, welche sie dem ganzen inner» Menschen gewährt, bewirkt werden; die innere Wahrheit müßte zwar die höhere Abstammung beweisen, aber so bestimmt und eindringlich, daß deren vollkommene Anerkennung nicht erst abhängig wäre von dem, in das ganze Leben übergegangenen, Vertrauen auf die, überall lenkend und erziehend eingreifende, Vorsehung, welche die unbestimmten Ahnungen und Hindeutungen, die in allen Welt- und Menschenerscheinungen hervortreten, nur durch ihre Lehre und Erziehung zur Klarheit bringen konnte, indem sie in der von Außen mitgetheilten Lehre Das als Ziel- und Höhepunkt hinstellte, wozu sich das in innern Keimen Vorhandene heranbilden sollte. Diese ganze Betrachtungsweise — auf welche aber freilich im Grunde das Werk selbst basier ist — müßte von jetzt an als »heidnisch" verworfen werden; sie wäre nur »das alte alberne Compliment, welches der Mensch seiner eigenen Vortrefflichkeit macht." Mit dem Verstände, dem nach Kriterien urtheilenden, unterscheidenden Verstände, dessen Bestreben, jene höchsten Wahrheiten in ihrem Zusammenhänge darzustcllen und nach inuem Gründen zu erfassen, seither immer in gewisse GräNzen zurückgewiesen wurde, ja sogar durch Sinnencrfahrung sollte dir höchste Erkenntniß zu

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