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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 2 · p. Seite 353

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1836-01-01
Page
Seite 353 (sequence 3)
Language
German
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Briefe über Judenthum, von Ben UM. 353 nm'nhel't ihre Eindringlichkeit verlieren würde: an der Hand zweier Freunde, eines zweifelnden und eines belehrenden, wo die ganze Kraft gegenseitiger und individueller Beziehungen der unwillkürlich auch für den Leser gegebenen Belehrung einen um so größeren Eindruck verschafft und zugleich das Herz wohlthätig anspricht, werden wir ein-und durchgeführt. Erinnertuns schonDies an Juda Hallevi — den Vers, des Buches Cosri und an Herder, so treten uns, bei aller Verschiedenheit der Grundansichten und vorzüglich mit dem Letztem, noch gar manche Aehnlichkeiten im Buche selbst entgegen. — Es wird eröffnet von einem Briefe des zweifelnden Freundes, der Benjamin genannt wird. Gleiche Verehrung hatte diesen wie den andern Freund, Naphtalk, einst für das Jndenthum in seiner herkömmlichen Gestalt beseelt, solange sie vereint zusammenlebten; aber als sie nach langjähriger Trennung wieder zusammentrafen, da war Jener ganz geänderter Ansicht, die er unverhohlen seinem Freunde mittheklte, und dieser machte ihn zwar durch die Frage, ob er auch Dasjenige, was er nun so entschieden verwerfe, genau kenne, bedenklich, aber söhnte ihn dadurch noch nicht mit der alten Gesinnung aus, und nun theilt Benjamin schriftlich seine Anklagen mit, mit der Bitte sie zu widerlegen. Eine jede Religion, so meint er, soll den Menschen seiner Bestimmung näher bringen, und diese ist wohl keine andere als Glückseligkeit und Vollkommenheit; sind diese aber je Antheil des Judenthums, des durch äußere Schicksale gedrückten, durch innere Satzungen gehemmten, gewesen? Und daß sie es nicht gewesen, verschuldet die Lehre, die Absonderung gebietet und den Weg dem freien Forschen und künstlerischen Schaffen verschließet, während die aus ihr fließende und ihr angehörige Wissenschaft (das Thalmudstudimn) den Geist verdreht und ohne andere Wirkung auf Herz und Leben bleibt, als daß sie nichtsbedeutende Kleinigkeiten einschärft und sie alle auf Gott bezieht. „Sehn Sie nur selbst, fährt er fort, das Buch, das uns als „Weg des Lebens« in Hände gegeben ist und alle jüd. Pflichten enthält, was lehrt es anders, als Beten und Fasten und Festtage feiern? wo ein Wort von den Pflichten des thätigen wirkenden 23

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