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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 2 · p. Seite 352

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1836-01-01
Page
Seite 352 (sequence 2)
Language
German
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352 R eee n s L o n e ngeachteten, lieben Freund, der seit der ersten Zeitda unser Blick sein Inneres traf, unsere ganze Verehrung und Freundschaft gewonnen und dieselbe stets erhalten wird. — Wer mochte wohl da noch finster blicken, wenn mich ein Schmerz durchzuckte über die Verschiedenheit der Richtungen, die nun nicht blos die allgemeinen Verhältnisse zerreißt, sondern auch innig persönliche Berührungen—, auch von dem Manne, der in so edeln Bestrebungen lebt, vom verehrten Freunde entfernt? wer wird es mir verargen, wenn ich diesen Schmerz hier ausspreche, bevor ich ihn als überwunden zeige? Denn allerdings jemehr gerade die Versuchung mich beschlich, in stillem Dahinbrüten mich siym zu ergeben, umsomehr regte sich auch die Kraft ihn abzuschütteln, und umjemehr ich zu der ganzen Sinnesweise des Vfrs. mich hingezogen fühlte, um so höher ist die Verpflichtung, den Folgerungen, wo sie unrichtig scheinen und die Zeit in ihr schmerzliches Kreisen noch tiefer versenken, mit der vollen Kraft, welche die eigene, entgegenstehende Ueberzeugung bietet, entgegenzutreten. Hier gilt nicht Anerkennung der Persönlichkeit, die mit .allen ihren Abirrungen uns als hoch dasteht; hier gilt es die große Sache d.es reinen Judenthums, hier gilt es die Regeneration unseres Glaubens, das klare Herausstellen der Wahrheit, die Rettung der kranken und wunden Zeit ans allen den Verwirrungen und quälenden-Widersprüchen, die sie beängstigen und ihre Heilung verzögern. So muß ich denn, unterdrückend jede Regung, auch der Darstellung des Vfr.'s allen dichterischen Schmuck, mit dem das Wort sich umgiebt, wenn es, selbst bei seinem Ausspruche, noch so enge an das Innerste geknüpft ist, entziehen, und nüchtern seine Ansichten berichten und ihnen spähend und forschend nachgehn. Die Besonnenheit, die in dem ganzen Buche, bei aller Wärme und Innigkeit, herrscht, giebt sich auch sogleich bei der Anlage des Ganzen kund, die durch feine Berechnung und künstlerische Anordnung sich auszeichnet. Nicht in kalter systematischer Belehrung giebt uns der Verf. seine Gedanken, nicht in der Anrede an das große Publicum, die durch ihre Allge-

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