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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 2 · p. Seite 348

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1836-01-01
Page
Seite 348 (sequence 18)
Language
German
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348 Re? e v s iyvtz n. theils aus. Wir führen nur an die Apostrophe gegen den sogenannten Pilpul (S. 47, Note), die Darstellung des Streites zwischen Maimonidcs und seinen Gegnern über die Un« körperlichst Gottes, die Abweisung der falschen Ansichten über die Seele, sowie vieles Andere , das wir übergehen müssen. .3m 5tcn und letzten Capitel dieses Abschnittes wird gezeigt, wie die Philosophie falsche und abergläubische Ansichten vernichte (S. 74 — 87.). Auch hier findet sich manches Interessante. So, u. A,daß durch viele Gewohnheiten, die an und für sich ohne Begründung waren, aber im Laufe der Zeit sich Gesetzeskraft verschafft haben, die Zahl der Gebote von 613 auf 13602 gestiegen ist (S. <82. 83.). Der Grund hiefür wird vorzugsweise in dem Mangel an philosophischer Forschung, und kn dem Umstande gefunden, daß den Leuten ohne Kritik jedes Buch gleich gilt, ohne über die Bedeutung seines Verfassers, sein Alter u. dgl. nachzuforschen, da doch Dies allein seine Autorität richtig begründen könne. Die Ansicht über HNUO (S. 79. 80.) verdiente eine besondere Untersuchung, wozu hier der Ort nicht ist. Jedoch können wir nicht umhin, die Behauptung auszusprechen, daß die Macht, welche der lebendigen, im Schoße der Synagoge erzeugten und dort allmälig sich gestaltenden Gewohnheit über die Gewalt des todten Buchstabens im Gesetze eingeräumt wird, gewiß nicht nur nicht verwerflich ist, sondern der Synagoge hätte zum größten Vortheile gereichen können, wenn er in Wirklichkeit dazu angewendet worden wäre, den Bedürfnissen und Forderungen der Zeit in derselben Eingang und Befriedigung zu verschaffen, und nicht dazu, neue Erschwerungen auf die alten zu häufen, und eben diese unendliche Zahl von Observanzen herbeizuführen, welche in unserer Zeit den Verfall des Gesetzes nach sich gezogen hat. ' Wichtiger als diese beiden ersten Abschnitte ist der dritte, welcher eine Erwiderung auf die Einwendungen gegen die Philosophie enthält (87— 142). Die Frage: Ist die Forschung dem Glauben überhaupt entgegen? wird im ersten Cap. (88 —- 97) verneint. Wissen Und Glauben sind verschieden. Jenes

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