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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 2 · p. Seite 346

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1836-01-01
Page
Seite 346 (sequence 16)
Language
German
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346 R e c e n s i o n e n. die allem Andern zu Grunde liegenden, fragt Herr R. endlich, wozu ist die Last der unzähligen Gebräuche vorgeschrieben? Sind doch die Gründe, wodurch sie auf jene bezogen werden, ungenügend uttd gezwungen? — Sei eS aber, daß vielleicht bis jetzt noch nicht eine einzige Vorschrift nach ihrem Zusammenhänge mit dem Religkonsgefühle, der innem Sittlichkeit oder dem geschichtlichen Leben in Israel erkannt worden ist: sollte man daraus schließen, daß ein solcher Zusammenhang wirklich nicht bestehe? oder wäre es nicht natürlicher zu sagen , daß die Verhältnisse und Beziehungen aus einer so entfernten Zeit sich schwer vor einer unter ganz andern örtlichen und zeitlichen Bedingungen lebenden Nachkommenschaft enthülle*)? Soviel wissen wir, daß eine Handlung an und für sich als einfaches Thun eine fromme Erregung weder erzeugen noch befriedigen kann, daß sich darum mit jeder eine Idee nothwendig verbinden muß, um sie zu einer frommen zu erheben, ja daß wir besser daran thun, mit der Ceremonie einen vielleicht der frühem Bedeutung fremden, aber zeitgemäßen Gedanken zu vereinigen, als daß wir in ein Hirn--und geistloses Ueben willigen, und hieraus fließt uns auch die feste Ucberzeugung für das mosaische Gesetz, daß allen seinen Geboten vernünftige Ideen zur Unterlage gedient, daß diesen Körper eine lebensvolle Seele durchdrungen habe. Wer hat je behaupten wollen, daß Maimonides in dieser Hinsicht überall das Richtige entdeckt habe? Nur sein oberster Grundsatz (F. d. V. HI, 30) ist unerschütterlich. Es beweisen also die Worte des AbrahaM, Sohnes des Maimonides, des Mose Alaschkar u. A. Dasjenige nicht, was Herr R. in ihnen sucht. Sie sagen nur — erwidernd auf die Einwendungen, die Maimonides wegen des Grundes gemacht wurden, den er den Opfern zu Grunde legte —, daß M. selbst nie seine Gründe für die ausschließlich richtigen gehalten, sondern blos ^1 Treffend sagt schon Maim. im F. d> V. m, 4!>: das» mir die Ursache und der Nutzen der Einzelheiten unbekannt ist, rührt daher, weil dar Gehörte nicht dem selbst Angeschauten gleich kömmt us. «. -

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