Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 345 (sequence 15)
- Language
- German
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Reggio, Lhorah u. Philos. in ihrer Versöhnung. 345 eigner Verdienstlichkeit, Gnade in dem gedachten Sinne. Und die Beweise aus den Propheten, wie Jes. 11, 6. f.; 65, 10. u. a., wer wird sie für etwas Anderes als für schöne dichterische Allegorien erkennen, wie sie im Judenthume seit alten Zeiten dafür genommen wurden? Wir kehren nun zurück zu den zwei ersten Capiteln des vierten Abschnittes, welche der Kritik unseres Verf.s über die Ansichten der andern Forscher unserer Zeit vonden Principien des Glaubens gewidmet sind (S. 143—163). In ihnen sucht er zu zeigen, daß Benseb, Peter Beer, Friedlander u. A-, deren Schriften besonders aufgeführt sind, zu sehr die Principien der Vernunftreligion zur ausschließlichen Unterlage aller Vorschriften und Gebote des positiven Jndenthums zu machen gestrebt hätten. Er rügt dieses Streben um so mehr, als ihm Haupttendenz dieser Betrachtungsweise scheint, alles nicht mehr Zeit- und Ortgemäße abzuschaffen, findet aber das Irrige der Ansicht darin, daß ja die Grundsätze der natürlichen Religion ein derartiges Bedürfniß für den Menschen bildeten, daß sie nicht erst Zweck einer besonder» Offenbarung sein könnten. Alle, welche vor der Gesetzgebung lebten, konnten diese nicht entbehrt haben , und auch die nichtisraelitischen Völker müssen ihrer theilhaft sein. Dieser Religionstheil ist Eigenthum der Menschheit; und das selbst nach dem Sündenfalle, unserm Vfr. nach, was freilich einigen Widerspruch in sich schließt: versunken sein und diese hohe Anlage in sich bewahren. — Wenn die Bestimmung der Offenbarung, fährt unser Vfr. fort, sich auf das ganze Menschengeschlecht bezog, warum hat Gott nie befohlen, daß Propheten als Apostel auswander» und den Glauben verbreiten sollten? und welches Volk hat in den 3000 Jahren seit der Gesetzgebung den Glauben von uns angenommen?—Das Zeugniß der Geschichte jedoch wird wohl keine Instanz sein können gegen Diejenigen, welche die Grundsätze der natürlichen Religion als die Hauptsumme unseres Gesetzes betrachten, da diese doch wohl ins Christenthum, wie iu den Islam, vom Judenthume aus übergegan- - gen sind. — Sind die Principien der natürlichen Religion