Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 344 (sequence 14)
- Language
- German
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344 Re c e n s i o n e n. Sehen wir ferner, welchen Standpunkt in diesem Systeme Abraham entnimm t, so finden wir die stärksten Anklänge an die christliche Ansicht von Jesus. Durch seine außerordentliche Reinheit stellt er die ursprüngliche suslitia in sich dar! Allerdings stirbt er nicht unter solchen Umstanden, daß sein Tod ein Erlösungstod werden konnte; um so mehr ist sein Leben ein Erlösungslebcu. Er widersteht allen Versuchungen, und macht es so möglich, daß durch sein Verdienst seinen Nachkommen Gnade zu Theil wird, zum Glauben geneigt zu sein. — Ganz wie in etwas verschiedener Gestalt das Christenthum von Jesus behauptet. Auch er widersteht den Versuchungen des Teufels; seines Verdienstes bedarf jeder Christ zu seiner Seligkeit, und zu seinem Glauben gehört eine besondere Erleuchtung des Geistes, eine Gnade, welche ihm blos um Christi willen zu Theil wird. Entfernen wir diese Ideen, die dem Judenthume niemals angehörten; es kennet nicht Erbsünde, Sündenfall, Mangel wir natürlich die im Judenthume gestattete Freiheit bei der Wahl seiner Ueberzeugungen nicht verkümmern wollen, scheint zunächst allerdings von der Kabbalah, die auch hier wieder ihren Zusammenhang mit alerandrinisch-neuplatonischen Philosophen«» documentirt —, und welcher derselbe-Mach seinem eigenen Geständnisse, früher bei Herausgabe seines PentateuchcommentareS angehangen hatte, obgleich er sich nun von ihr lvSgesagt — , geleitet worden zu sein, fügte aber die Ansicht aus dem Buche Cosri, wonach die Anlagen der menschlichen Natur in verschiedenen Individuen der Art noch verschieden sein können (vgl. dieser Zeitschr. B. I. S- 161 ff->, hinzu — welche Benutzung er selbst S-185 zugesteht —, woraus sich ihm dann seine eigenthümliche Theorie gestaltete. G. Neuen«, s. w. S. 529) --Fortgepflauzt ist das böse Gebilde des Herzens oder die Erbsünde, lehrt die jüd. Dogmatik in einem eigenen, wichtigen Artikel, durch die Zeugung von dem ersten Menschenpaare durch alle folgenden Geschlechter.-- Wir vermissen hier auch, ganz gegen dieses Schriftstellers bekannte Weise , irgend ein Citat.