Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 343 (sequence 13)
- Language
- German
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Reggio, Thorah u. Milos, in ihrer Versöhnung. .343 rnstische Schöpfungsansicht der Kabbalisten, mit welcher jene Idee in Verbindung steht, nie im Judenthume Fuß gefaßt hat. anzusehn, indem dis Gerechtigkeit GotteS wegen deS Todes in Schutz genommen werden soll, ohne daß je dem einzelnen Menschen auch eine von ihm nicht Herrührende Schuld aufgebürdet würde. — Nur ein Anklang von einer verstärkten Hinneigung zu schmutziger Sinnlichkeit, die gewissermaßen durch das AuSsprützen des verführerischen Schlangengiftes auf Eva und dann mittelbar auf das Menschengeschlecht übergegangen sei, findet sich Ln einem Ausspruche, der an drei verschiedenen Stellen des Thalmuds (Sabbath 146 a. Jebamoth 103 Ir. Abodath Elilim 22 ch) vorkömmt. Die Schlange, heißt eS dort, wohnte der Eva bei, und warf einen Schmutz auf sie; bei Israel horte, dieser Schmutz auf, als es an dem Berge Sinai stand — welche Ansicht von dem sinnlichen Gelüsten der Schlange nach Eva vielfach in die Midraschim eingedrungen ist. Aber selbst hier ist durchaus nicht von einer unbesiegbaren Veränderung in der menschlichen Natur, sondern bloö von einem verstärkten Hange zu fleischlichen Begierden die Rede, und die Ansicht, die eines Einzelnen, 9^ Zocharran, steht zugleich so vereinzelt und ohne allen weitern Einfluß da, daß sie zu Grunde legen und auf ihr das ganze Neligionsgebäude errichten wollen, sehr gewagt wäre. Uebrigens stimmt dieselbe auch durchaus nicht mit der des Vfrs-, nach der diese Erbsündlichkeit noch keineswegs auch unter Israel aufgehört habe *). — In der später» Zeit findet sich ein Anktang an eine solche Ueberzeugung in der Synagoge durchaus nicht, so daß Schriftsteller, die die Grundlage deS Christenthums in dieser Theorie zu erkennen glaubten, zur Abwehr selbst auf daS andere E.rtrem verfielen, auch Adam vou aller Sünde freizusprecheu (vgl. bei unserm Vfr. S. 167 A. — Der Herr Vfr. jedoch, dem *) Ueber die Deutung der Schlange durch den Teufel, was hierher nicht so eigentlich gehört, vgl. Geiger: Was hat Mohammed aus dem Judeuth. ausgenommen? S- U)!> Durchaus unbegründet ist daher der Ausspruch von A. Th. Hartmann: (Die enge Verbindung des A. Tr mit dem