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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 2 · p. Seite 340

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1836-01-01
Page
Seite 340 (sequence 10)
Language
German
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340 R e c e n s i o n e n. und bot ihm und seinen Nachkommen geistigen Segen. Der Keim zum Guten sollte in seinem Samen fortwuchern, ihren Seelen solche edle und treffliche Anlagen zügesellt werden, daß sie ein würdiges Volk Gortes würden. Me diese Gnade jedoch verdankt der Israelit blos dem besonder« Verdienste Abrahams, des Lieblings des Herrn. So wie Gott ferner nach der Sündfluth dem Fluche der Erde und ihrer weitern Verschlechterung ein Ziel gesetzt hatte (1 M. 8, 21.), so sollte auch dadurch, daß in der Mitte der Völker, welche durch eignes Verschulden von ihrem statu iutegritatls herabgesunken waren, ein Volk noch durch die göttliche Gnade die ursprüngliche Vollkommenheit ihrer Reinheit in sich bewahrte und an sich darstellte, dem gänzlichen Versinken des Menschengeschlechts vorgebeugt werden, dieses also doch manchen Strahl des göttlichen Gesetzes in sich aufuehmen, und so zu größerer Sittlichkeit und erhöhter Anhänglichkeit an die natürliche Religion hingeleitet werden.— Dieses bezeugen dem Vfr. alle Propheten, welche für die Zukunft von Veränderungen des Himmels, der Erde, der Thiere und Pflanzen sprechen, und so gleichsam von dem Zustande, der sein wird, auf den schließen lassen, der da war. Dies bezeugen auch die verschiedensten Untersuchungen m dem Naturreiche, so wie die älteste Geschichte aller Völker. — > Wenn der Vfr. zuletzt auch noch diese Ideen zum großen Lheile in den Schriften christl. Forscher findet, so stimmen wir hierin vollkommen bei; uns selbst ist unwillkürlich, indem wir die AnsichtendesVfrs.darzustellen suchten, mancherlermiirus entfah- , ren, der bis jetzt nur in einer christlichen Dogmatik seine Stelle fand. Sie jedoch auf das Gebiet jüdischer Glaubenslehre überzu tragen, müssen wir ernstlich abwehren. Wir kennen keine titlk» vrigiaslis, wie wir kein peeeslum vrigluslo kennen. Uns ist die Geschichte des Paradieses nicht mehr und nicht weniger als eine sinnlich-schöne Darstellung der Verführbarkeit des menschlichen Herzens, der Leichtigkeit, mit welcher es sündigt, der ersten göttlichen Gerechtigkeit und Vergeltung; die Schlange dient in unsrer Urkunde, so wie bei vielen andern

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