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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 2 · p. Seite 333

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1836-01-01
Page
Seite 333 (sequence 3)
Language
German
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Reggio, Thorah ü. Phllof. in ihrer Versöhnung. 333 hauptung, daß die Grundsätze der natürlichen Religion nicht unmittelbarer Zweck seiner Vorschriften seien, durch es also keine Beschränkung erleiden sollten. Sie hat zu zwei verschiedenen Richtungen geführt, je nach den Ansichten, mit welchen man an dieselbe gieng. Später als Mendelssohn nämlich hatte Kant in seiner „Religion innerhalb der Gränzen der Vernunft" die natürliche Religion der positiven streng entgegengesetzt, jene als die absolut wahre hingestellt, zu ihrer Aufgabe das moralische Postulat der Erkampfnng des Sieges des guten Princips über das böse gemacht, und das Bestreben, ihren Grundsätzen in der vollen Gesammtheit der Menschen Anerkennung zu verschaffen, das Bestreben der unsichtbaren Kirche genannt. Relative Wahrheit nur hat die positive Religion, welche durch Geschichtswahrheiten die Grundsätze der natürlichen zu vermitteln sucht, die immer beschränkte Gesammtheit zu diesem Zwecke ist die sichtbare Kirche; sie tritt der Wahrheit um so näher, je leichter ihre Verbindung mit der natürlichen Religion vollzogen werden kann. Selbst Christ, hatte Kant diese Höhe des Standpunktes dem Christenthume zuerkannt, und war so .der erste eigentliche Rationalist seiner Kirche geworden. Die Kantische Schule zahlte nun unter ihren Jüngern eine Menge von Israeliten, die zugleich Mendelssohns Freunde gewesen, und von ihm für die Weltweisheit begeistert worden waren. Statt mit Kant dem Christenthume wegen seines Mangels an Ceremonien deN Preis zuzuerkenncn, reichten sie dem Judenthnme diesen Lorbeer, und zwar gestützt auf die Mendelssohnische An, sicht. Welcher Glaube, fragten sie, ist der natürlichen Religion günstiger, derjenige, welcher ihre Grundsätze in feste theologische , zum Theile vernunftwidrige > und in jedem Falle doch ihr keineswegs adäquate Formeln für seine Bekenner zwängt, oder der, welcher diese Grundsätze der ewigen Wahrheit ganz allein der Vernunft, ihren Aussprüchen nnd Fortschritten überläßt, und sich da keine Fessel zu schmieden erlaubt, wo der Mensch keine dulden kann, ohne versucht zu werden, sie frühe oder spät zu sprengen? Natürlich fiel die Entscheidung

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