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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 2 · p. Seite 282

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 2
Article
Beiträge zur Beurtheilung des Talmuds
Date
1836-01-01
Page
Seite 282 (sequence 28)
Language
German
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LAI IV. Beiträge zur Beurteilung des Talmuds. wenn ein Nasiräer auch nur einen Theil vom Gebeine eines Todten berührt, der nicht größer ist, als ein Gerstenkorn, die Erfüllung seines Gelübdes dadurch unterbrochen sei, und Ln der Mischnah 56 b heißt es, daß N. Akiba aus dieser Gesetzbestimmung eine andere durch das Argument, vom Geringer» zum Schwerern (s. Thariag Geb. 111) habe herkeiten wollen, daß man ihm aber bemerkt habe, man dürfe aus einer Ha lach ah durch dieses Argument Nichts herleiten. Es ließe sich hieraus schließen, daß hier unter dem Worte Halachah wirklich eine traditionelle Bestimmung verstanden sei, und es dürfte auffallend erscheinen, daß Maimvnides im Mischnch Torah diese Gesetzbestimmung nicht für traditionell giebt, um so mehr, da sie von Keinem bestritten wird. Vielleicht hat er angenommen, daß sie als eine Größe- Bestimmung schon in der Tradition von den Größebestimmungen überhaupt enthalten sei. IV. Sotah 16 s.6 sagt N. Jsmael: ,»An drei Orten ändert die Halachah die Bestimmung der Schrift. Die Schrift sagt, man soll das Blut geschlachteter Vögel und unzahMr Thiere mit Erde bedecken und die Halachah sagt mit Allem , was Pflanzen zieht; die Schrift sagt, man solle die Ehescheidungsmkunden auf Pergament schreiben und die Halachah sagt, auf jedes beliebige Schreibmaterial; die Schrift sagt, der Nasiräer sollte sich mit einem Messer scheeren,. und die Halachah sagt, mit welchem Werkzeug man wollte.« Im hier. Talmud Kidduschin l, 2 heißt es für den dritten Punkt, man dürfe einem Sclaven, der nach den zurückgelegten sechs Dienstjahren weiter dienen wolle, das Ohr mit jedem beliebigen Werk-

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