Mannheim
Compact Memory

Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 2 · p. Seite 281

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 2
Article
Beiträge zur Beurtheilung des Talmuds
Date
1836-01-01
Page
Seite 281 (sequence 27)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2929020-2929026-2929029-2930166--1026-2930313
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

lV. Beiträge zur Beurtheilung des Talmuds. 281 Art sanctionirt hat, daß sie Niemand mehr zum Gegenstände einer Controverse macht. Von den Worten der Schriftgelehrten hingegen dürfte so viel heißen, als förmlich durch die Lehrer der Religion ein geführt. Der Sinn der Mischnah wäre demnach: Das Verbot der Baumfrüchte in den ersten drei Jahren ist außerhalb Palästinas gebräuchlich; das der Vermischung der Sämereien aber ist von den Schriftgelehrten förmlich eingeführt. II. Nasir 28 d wird in der Mischnah erklärteine Mutter könne für ihren Sohn nicht die Enthaltsamkeit eines Nasirs geloben; und in der Gemara sagt R. Jochanan, es sei Dies eine Halachah. Maimonives sagt, diese Entscheidung sei eine Halachah aus Tradition, er kann aber nicht darunter verstehn, daß die Tradition von Moses herrühre, denn die Meinung des R. Jochanan wird im Talmud bestritten, und nach Maimonives ist eine traditionelle Entscheidung, im strengem Sinne, nie der Gegenstand einer Controverse. Auffallend ist es, daß auch die Lhosaphot sagen, die hier mitgetheilte Entscheidung rühre von Moses her, woraus sich schließen ließe, daß nach ihrer Meinung der traditionelle Ursprung einer Gesetzbestimmung bestritten werden könne, indeß sie sich Jebamoth 77 b ganz ausdrücklich dagegen erklären. Andrerseits folgt aus einer Glosse, Erubin 21 b, daß sie, der Meinung des Maimonives zuwider, es für möglich halten, daß traditionelle Gesetzbestimmungen in Vergessenheit kommen. Es möchte schwer fallen, diese Widersprüche auf eine andere Weise als durch die Annahme zu erklären , daß die angeführten Glossen von verschiedenen Autoren herrühren. III. Nasir 57 a heißt es, es sei Halachah, daß.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.