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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 2 · p. Seite 280

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 2
Article
Beiträge zur Beurtheilung des Talmuds
Date
1836-01-01
Page
Seite 280 (sequence 26)
Language
German
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280 IV. Beiträge zur Beurtheilung vesMalmuds. als traditionellen, von wachen der Talmud blos sagt, sie seien Halachah, ohne sogar dabei die Worte : I n W. s. h. gzu gebrauchen, von denen manidaher noch viel weniger Grund hat zu behaupten, sie seien für traditionell gegeben, als von der Entscheidung XI. über die Weinvermischung, die er selbst nicht für traditionell hält. Stellen wir zuerst diese zusammen, so zweifelhaft, ja so unwahrscheinlich es auch ist, daß sie bei dem Talmud in dem Ansehn traditioneller Entscheidungen gestanden, damit es sich ermessen lasse, welche praktische Wichtigkeit die von dem Talmud für traditionell gegebene Lehre hat, wenn man ihr den ausgedehntesten Umfang einräumt. Es giebt deren vier: I. Orlah III, 9 heißt es, es sek Halachah, daß die Baumfrüchte in den ersten drei Jahren selbst außerhalb Palästinas verboten seien, obgleich die übrigen Gebote, welche auf die Felderzeugnisse Bezug haben, meistens nur in Palästina gültig sind. Auch Maimvnides giebt diese Entscheidung im Mischneh Torah für traditionell an. Zu bemerken ist, daß es in der Mischnah unmittelbar darauf heißt, daß die Gültigkeit des Verbotes über die Vermischung der Sämereien außerhalb Palästinas von den Worten der Schriftgelehrten herrühre, woraus man geneigt sein dürfte zu schließen, daß hier unter dem Worte Halachah wirklich eine auf Moses zurückgeführte Tradition zu verstehen sei. Aber sowohl die Etymologie des Wortes, nach welcher es so viel heißt, als Gang, als die Bedeutung, die es fast durchgehends im Talmud und in den später» Schriften durch den Gebrauch erhalten hat, geben der Vermuthung Raum, daß eine Entscheidung Halachah wird, wenn sie der Gebrauch der

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