Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 2
- Article
- Beiträge zur Beurtheilung des Talmuds
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 278 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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273 IV. Beiträge zur Beurteilung deS Talmuds, hingegen sagt bei dieser Gelegenheit mit Recht, daß eS mit der oben erwähnten Behauptung des R. Elasar nicht genau zu nehmen sei, XIV, Sabbath (I, 3) 11 u heißt es in der Mischnah, man dürfe am Sabbath nicht heim Licht einer Lampe lesen, und zwar ist Dies eine Umzäunung, weil man fürchtet, man möchte das Licht aus Versehn neigen, um besser lesen zu können. Hierauf wird gesagt, daß es indessen einem Lehrer erlaubt sei, den Schülern zu zeigen, wo ste zu lesen anfangen sollen, weil ihn Dies nämlich nur kurze Zeit beschäftigt und er übrigens natürlich die Kinder beaufsichtigt. Diese letztere Bestimmung erklärt Maimonides wieder unbegreiflicher Weise für traditionell, weil sie durch die Worte: In W, s. h. g. eingeleitet wird, XV. Sabbath (X, 4) 92 d heißt es, wenn man am Sabbath Etwas habe por sich her tragen wollen, aus einem begränzten Orte nämlich in einen freien , und es sei rückwärts gekommen , diese Handlung nicht verpönt sei, weil man die muthmaßliche Absicht, den Gegenstand gut zu bewahren, nicht erreicht habe. Wenn hingegen, heißt es ferner, eine Frau Etwas an einen Gürtel vorn angehängt, und es ist durch die Drehung des Gürtels rückwärts gekommen, so ist sie straffällig, weil Dies häF fig zu geschehen pflegt, Maimonides erklärt diese Entscheidung wieder für traditionell, weil sie durch die Worte: In W. s. h. g. eingekeitet wird. XVl» Die israelitischen Bewohner der ehemaligen Gebiete der Ammoniten und der Moabiten, welche Gebixte bei der Erbauung des zweiten Tempels nicht mit dem heiligen Lande vereinigt wurden , halten das Sabbathjahr nicht und geben an demselben den Zehent für die Armen