Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 2
- Article
- Beiträge zur Beurtheilung des Talmuds
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 276 (sequence 22)
- Language
- German
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276 IV. Beiträge zur Beurtheilung des Talmuds. VIII. Niddah 32 a und, 45 wird - erklärt, man wisse durch Tradition , daß ein vor zurückgelegten drei Jahren Veflvrirtes Kind als im Besitze der Virginität zu betrachten sei. IX. Peah II, 6 wird folgende Entscheidung für traditionell gegeben. Wenn Jemand ein Feld mit zwei Getreidearten besäet, so ist darauf zu sehn, ob er jede Getreideart in einer besonder» Scheune sammelt, oder nicht. Im ersten Falle muß er für jede besonders einen Theil der Frucht an den Ecken für die Armen stehen lassen, im zweiten nur für den Gesammtertrag. X. Khilaim II, 2 wird erklärt, daß wenn man Gartensämereien, deren Ertrag nicht gegessen wird, unter Walzen säet, das Verbot der Fruchtvermischung selbst dann dadurch übertreten ist, wenn die Gartensämereien nicht mehr als den 144ten Theil der ganzen Samenmasse ausmachen. Diese Entscheidung leitet die Mischnah ein durch die Worte: In Wahrheit, sie haben gesagt, und im hier. Talmud erklärt R- Elasar hierauf, dieser Ausdruck deute überall an, daß die Entscheidung traditionell sei. XI. Baba Mezia (IV, 11) 60 a wird erlaubt, unter leichten Wein, den man verkauft hat, schweren zu mischen, weil der Wein dadurch verbessert werde, und diese Entscheidung wird auch durch die Worte: In Äl. st h. g. eingeleitet. Hier aber äußert sich derselbe N. Elasar im babyl. Talmud auf folgende Weise: Dies beweist, daß überall, wo diese Worte stehn, die Entscheidung eine Halachah ist, d. h., wie Raschi bemerkt, so wie hier sich Nichts einwenden läßt, da ein so guter