Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 2
- Article
- Beiträge zur Beurtheilung des Talmuds
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 275 (sequence 21)
- Language
- German
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IV. Beiträge zur Veuktheilung des Talmuds. 275 der Akt schräge stehn, daß der eingeschloffene Raum die hier angegebene Weite erhält, bevor er noch drei Hand Höhe erreicht, so ist der Raum wie ein begränzter Platz zu betrachten, und man darf am Sabbathe Nichts aus einem ' freien Platze in denselben hinein oder aus ihm herausbringen; erreicht er aber die angegebene Weite erst oberhalb einer Höhe von drei Hand, so ist er nicht als ein begränzter Platz zu betrachten d. Wenn man in der Decke eines unter freiem Himmel stehenden Zimmers eine Oeffnung von der nöthigen Größe macht und diese mit Laub bedeckt, so kann das Zimmer nur dann zur Laubhütte benützt werden, wenn der Theil der Decke zwischen dem Laube und den Wänden nicht vier Ellen breit ist, weil man in diesem Falle den bleibenden Theil der Decke als Fortsetzung der als gebogen gedachten Wände betrachten kann; ist aber der Zwischenraum größer als vier Ellen, so darf man das Zimmer nicht zur Laubhütte gebrauchen. IV. Sabbath 79 b heißt es, daß die Pergamenkarten, welche zu den Gesetzrollen, Denkpfosten und Denkriemen zu gebrauchen sind, durch Tradition bestimmt ) wurden. V. Menachoth 35 a wird Mehres, was bei der Verfertigung der Denkriemen beobachtet wird, für traditonell erklärt. VI. Bei der Verfertigung der Gesetzrollen hat man mit Tinte und auf gezogenen Linien zu schreiben. Diese Bestimmung findet sich nur im hkerosolymitanischen Talmud. VII. Sabbath 28 a wird für traditionell erklärt,?> daß die Pergamentstücke der Denkriemen nur mit Haaren und Adern von reinen Thieren verbunden werden dürfen.