Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 2
- Article
- Beiträge zur Beurtheilung des Talmuds
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 258 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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258 IV. Beiträge zur Beurtheilung des Talmuds. Meinung, nach welcher in dem Verse Exod. 34, 27 nur an das Gebot der Beschneivung gedacht wird, von web cher es heißt, daß Gott sie zum Bundeszeichm eingeführt habe*). - 3) Deuteron. 12, 21 sind et sich: Dusollft schlachten von Deinem Rindvieh und von Deinen Schaafen, die Dir der Herr gegeben, wie ich Dir befohlen habe. Nach dem natürlichen Sinne des Textes wird durch die Worte, wie ich Dir befohlen habe nur das Schlachten überhaupt, das bereits bei den Opferthieren befohlen ist, eingeschärft, aber nicht die Art, wie man schlachten soll, die im Pentateuche nirgendwo deutlich angegeben wird. Dieser Ansicht stimmt auch der R. Elasar Hakapar im Siphri bei, und er schließt sogar daraus, daß das Schlachte» beim Geflügel nicht aus dem Pentateuche hergeleitet werden könne, da das Opfergeflügel nicht auf die gewöhnliche Weise geschlachtet wurde. R. Jehudah Hannasi hingegen bezieht die Worte: wie ich Dir befohlen habe auf eine mündliche Offenbarung, durch welche Gott die Art und Weise mitgetheilt, wie die Säugethiere und daS Geflügel zu schlachten seien (Chullin 28 a). Im Ganzen scheint es nicht, daß der Talmud aus *) Diese Lesart, welche aU'ch'Mffim ben Rüben (Ran) und Ascher ben Zechiel (Rosch) aufnehmen, scheint jedoch unrichtig zu sein und sich nur aus Verwechselung eingeschlichen zu habe», indem man den Zusammenhang dieses V. mit dem Beschneidungsgebote nicht einsieht; die richtige Lesart bietet wohl Salomo Isaak (Raschi), der den ähnlichen V. Erod. 24, 8, anführt, der von BundeSblut, zwar in Bezug auf damals geschlachtete Opfer, jedoch etwas mehr Analogie mit der Beschneidüng darbietend, spricht. — G>